Jon Stewart dreht die Satire um: »Daily Show« als Trump-Propaganda-Parodie

Jon Stewart dreht die Satire um: »Daily Show« als Trump-Propaganda-Parodie

Nach der überraschenden Absetzung von Jimmy Kimmel bei ABC sorgt Jon Stewart für Aufsehen. Statt am gewohnten Montag moderiert er spontan an einem Donnerstag die „Daily Show“ auf Comedy Central. Der Grund: Kimmels kritische Worte zur MAGA-Bewegung nach dem Mord am Influencer Charlie Kirk hatten Donald Trump nicht gefallen. Stewart reagiert mutig und liefert eine Show, die laut derstandard.de in die TV-Geschichte eingehen könnte.

Jon Stewart dreht die Satire um: »Daily Show« als Trump-Propaganda-Parodie

Jimmy Kimmels Show wird nach umstrittenen Äußerungen über Charlie Kirk abgesetzt
Jimmy Kimmels Show wird nach umstrittenen Äußerungen über Charlie Kirk abgesetzt

Die Sendung startet mit pathetischer Off-Stimme. Sie kündigt die „völlig neue, von der Regierung freigegebene Daily Show“ an. Jon Stewart erscheint als „patriotisch-höriger Gastgeber“ im dunklen Anzug und roter Krawatte. Die Kulisse erinnert an einen goldverzierten Rokoko-Albtraum – eine ironische Anspielung auf die politische Lage.

Stewart begrüßt das Publikum mit gespielter Trauer. Er beschreibt New York als „wahrhaftiges Drecksloch“ und „Jauchegrube“. Sarkastisch schlägt er vor, die Nationalgarde solle eingreifen. Die gesamte Show bleibt in der Sprache der Trump-Regierung. So hält Stewart der Politik einen Spiegel vor.

Trump wird als „unser Vater“ und „großer Führer“ bezeichnet. Seine „legendäre Wärme und Strahlkraft“ werden überspitzt gelobt. Das ist bitterböse Satire, die zum Nachdenken anregt, so derstandard.de weiter. Stewart spielt mit der Vorstellung einer gleichgeschalteten USA – einer düsteren Zukunftsvision.

Er erwähnt Trumps England-Besuch. Dort habe der „perfekt Getönte“ mit Charme und Intelligenz beeindruckt. Bilder der eher langweiligen Reise werden eingeblendet. Stewart ironisiert auch Trumps „herausragende rhetorische Fähigkeiten“. Beim Staatsdinner habe Trump berühmte Autoren fehlerfrei zitiert – natürlich nur vom Zettel abgelesen.

Jon Stewart dreht die Satire um: »Daily Show« als Trump-Propaganda-Parodie

Ein Highlight der Show ist Trumps Behauptung, den „Krieg zwischen Aberbaidschan und Albanien“ beendet zu haben. Stewart korrigiert sich schmunzelnd und nennt die Länder richtig: Aserbaidschan und Armenien. Diese absurde Verwechslung zeigt die Absurdität der aktuellen Politik.

Dann kommt Stewart auf Jimmy Kimmel zu sprechen. Er kritisiert die Absetzung scharf. Trump habe ein „Talent-O-Meter“ im Oval Office, das Kimmels Fähigkeiten als „fragwürdig“ bewertete. Stewart spielt mit Kimmels Namen, spricht ihn absichtlich falsch aus. Das macht die Lächerlichkeit der Situation deutlich.

Am Ende treten Stewarts sieben Co-Hosts auf. Alle tragen dunkle Anzüge, nur einer eine pinke Krawatte. Auf den Hinweis, die Krawatte müsse „MAGA-rot“ sein, antwortet er trocken: „Beruhige dich, ist das dein erster Diktator?“ Gemeinsam singen sie ein absurdes Lob auf Trump – sogar auf seinen Penis. Das Publikum johlt begeistert.

Jon Stewart und sein Team zeigen laut derstandard.de großen Mut. Sie drehen die Satire um und spielen die Seite der Regierung. So machen sie die Absurdität und den Zynismus der aktuellen US-Politik sichtbar. Ob das die beste Antwort auf Kimmels Absetzung ist, bleibt offen. Doch eines ist klar: Die Late-Night-Szene hat eine provokante Steilvorlage bekommen.

Textquelle: derstandard.de // Bildquelle: Shutterstock


Sucy Pretsch veröffentlicht »Die letzte Show«

Am 10. Oktober 2024 wird es düster! Sucy Pretsch feiert mit ihrem Debütroman „Die letzte Show“ einen eindrucksvollen Einstieg ins Horror-Genre. Die Geschichte entführt uns in eine dystopische Zukunft, in der die Schweiz zur isolierten Zombie-Zone geworden ist. Im Mittelpunkt steht Randy Rivers, ein gescheiterter Late-Night-Moderator, der alles aufs Spiel setzt und einen Zombie in seine Show einlädt – ein riskanter Schachzug, der ihn in die gefährlich verseuchten Straßen Zürichs führt.

Sucy Pretsch feiert mit ihrem Debütroman „Die letzte Show“ einen eindrucksvollen Einstieg ins Horror-Genre. Die Geschichte entführt uns in eine dystopische Zukunft, in der die Schweiz eine isolierte Zombie-Zone ist. Im Mittelpunkt steht Randy Rivers, ein gescheiterter Late-Night-Moderator, der alles aufs Spiel setzt und einen Zombie in seine Show einlädt – ein riskanter Schachzug, der ihn in die gefährlich verseuchten Straßen Zürichs führt.

Mit fesselnder Spannung, unerwarteten Wendungen und tiefen Einblicken in das, was es bedeutet, menschlich zu sein, ist „Die letzte Show“ zu einem must-read für Horror-Fans. Das Buch kombiniert packende Action mit einer berührenden Geschichte – ein Albtraum, der unter die Haut geht.


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