+++ Artemis-Programm: Der Mensch kehrt zum Mond zurück – und bereitet den Sprung zum Mars vor +++ Internationale Raumfahrt-Allianz: Neue Technologien, globale Kooperation, eine gemeinsame Vision für die Zukunft im All +++
Lesezeit: 3 Minuten
Der Weg zurück zum Mond ist längst keine ferne Science-Fiction mehr. Neue Technologien, internationale Kooperationen und eine klare Vision treiben die bemannte Raumfahrt voran. Das Artemis-Programm soll den Menschen dauerhaft ins All zurückbringen – zuerst zum Mond, später weiter zum Mars.
Terra X: Rückkehr zum Mond
Mehr als 50 Jahre nach der letzten bemannten Mondlandung durch Apollo 17 startet nun das internationale Artemis-Programm. Tausende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Raumfahrtfans weltweit arbeiten daran, eine kühne Vision zu verwirklichen. Menschen sollen auf den Mond zurückkehren und später sogar weiter zum Mars reisen.
Die „Terra X“-Doku „Rückkehr zum Mond“ ist eine internationale Koproduktion und begleitet dieses neue Kapitel der Raumfahrt.
Artemis II: Systemcheck unter realen Bedingungen
Nach aktuellem Planungsstand soll Artemis II im Frühjahr 2026 starten. Vier Astronauten fliegen dann in der neu entwickelten Orion-Raumkapsel rund zehn Tage lang um den Mond. Die Mission gilt als Generalprobe für künftige Landungen. Lebenserhaltung, Navigation, Kommunikation und der sichere Rückflug zur Erde werden erstmals gemeinsam unter realen Weltraumbedingungen getestet. So entsteht die Grundlage für den nächsten großen Schritt: Artemis III mit Mondlandung und Aufbau einer dauerhaft bewohnten Basis. Diese Mission ist derzeit für das Jahr 2030 vorgesehen. Besonders der Südpol des Mondes steht im Mittelpunkt, da dort Wassereis und spannende geologische Strukturen vermutet werden.
Auch interessant:
- Terra X: Rückkehr zum Mond
- Vom Buch auf die Leinwand: Die heißesten Buchverfilmungen 2026
- Wie kann eine TV-Doku über Trump sich plötzlich wie ein politischer Thriller anfühlen?
- »Let’s Dance«: Diese 13 Prominenten der neuen Staffel stehen fest
- 25. Film der Krimireihe »Friesland« im ZDF
Eine globale Vision
Die Artemis-Missionen sind weit mehr als ein technisches Großprojekt. Sie werden als gemeinsames Zukunftsprojekt der Menschheit verstanden. Ingenieurinnen und Ingenieure in Europa, Forschende in Asien sowie Techniker in Nord- und Südamerika ziehen dabei an einem Strang. Dieses weltweite Netzwerk soll zeigen, dass Raumfahrt Grenzen überwinden und Menschen jenseits von Nationen und Politik verbinden kann. 59 Staaten haben bereits die sogenannten Artemis-Accords unterzeichnet, die den politisch-rechtlichen Rahmen für die Nutzung des Weltraums festlegen.
Die konkreten Artemis-Flüge zum Mond werden von den großen Raumfahrtagenturen der USA, Europas, Japans und Kanadas durchgeführt. Beteiligt sind NASA, ESA, JAXA und CSA.
Was sind die wichtigsten Fakten zum Mond?
- Warum werden heute noch Raketen ins All gestartet?
Raumfahrt dient Forschung, Kommunikation, Navigation und Erdbeobachtung. Satelliten liefern Wetterdaten, GPS-Signale, Telekommunikation und Klimadaten. - Wie schnell muss eine Rakete sein, um die Erde zu verlassen?
Für eine stabile Erdumlaufbahn sind etwa 28.000 km/h nötig. Die Fluchtgeschwindigkeit aus dem Schwerefeld der Erde liegt bei rund 40.000 km/h. - Waren wirklich Menschen auf dem Mond?
Ja. Zwischen 1969 und 1972 landeten sechs Apollo-Missionen mit Astronauten auf dem Mond. Die erste war Apollo 11 im Juli 1969. - Warum ist die Internationale Raumstation (ISS) so wichtig?
Auf der ISS werden Experimente in Schwerelosigkeit durchgeführt. Sie liefern Erkenntnisse für Medizin, Materialforschung, Erdbeobachtung und künftige Langzeitflüge ins All. - Ist Raumfahrt gefährlich für die Astronauten?
Ja. Gefahren entstehen durch Start und Landung, Strahlung, Vakuum, technische Ausfälle und lange Schwerelosigkeit. Sicherheitssysteme und Training verringern das Risiko, können es aber nicht völlig ausschließen.
Die „Terra X“-Doku „Rückkehr zum Mond“, eine internationale Koproduktion, ist ab sofort im ZDF-Streaming-Portal abrufbar und am Sonntag, 25. Januar 2026, 19.30 Uhr, im ZDF zu sehen.
Textquelle: ZDF // Bildquelle: ZDF
Zusammenfassung
Das Artemis-Programm steht für die Rückkehr des Menschen zum Mond und langfristig für den Schritt zum Mars. Mehr als 50 Jahre nach Apollo 17 planen internationale Raumfahrtagenturen bemannte Missionen, an denen tausende Fachleute weltweit mitarbeiten. Artemis II soll im Frühjahr 2026 als rund zehntägiger Flug um den Mond alle Systeme der Orion-Kapsel unter realen Bedingungen testen. Diese Generalprobe bereitet Artemis III vor, eine für 2030 geplante Mondlandung mit dem Aufbau einer dauerhaft bewohnbaren Basis, vor allem am Südpol mit vermutetem Wassereis. Das Programm ist als globale Vision angelegt: 59 Staaten haben die Artemis-Accords zur Weltraumnutzung unterzeichnet, während NASA, ESA, JAXA und CSA die eigentlichen Missionen ausführen.