Die Sondersendungen zum Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos – Das sagt Donald Trump

Die Sondersendungen zum Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos – Das sagt Donald Trump

Kooperation in einer zunehmend polarisierten Welt, neues Wachstum, Investitionen in Menschen, Innovation und Klimaschutz prägen das Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos. Regierungen, Unternehmen und Vertreter der Zivilgesellschaft suchen Antworten auf Kriege, Energiekrisen, soziale Spaltung und den Umgang mit begrenzten Ressourcen. Vor diesem Hintergrund richten sich die Blicke erneut auf die großen Player der Weltpolitik – und auf eine Rede, die für Zündstoff sorgen dürfte.

Die Sondersendungen zum Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos – Das sagt Donald Trump

Die Sondersendungen zum Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos – Das sagt Donald Trump

Aus Davos sendet das ZDF zu diesem Anlass eine Sondersendung. Im Mittelpunkt steht die mit Spannung erwartete Ansprache von US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum. Die zentrale Frage lautet: Was wird er zur Handelspolitik, zu Zöllen und zum globalen Wachstum sagen? Welche Position bezieht er zu Konflikten wie dem Krieg in der Ukraine? Und vertieft er den bereits bestehenden Graben zwischen den USA und Europa weiter oder setzt er andere Signale?

Moderiert wird das ZDF-Spezial von Shakuntala Banerjee. An ihrer Seite steht Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios in Washington. Gemeinsam analysieren sie Ton, Inhalt und mögliche Folgen von Trumps Auftritt. Dabei werden Aussagen zur Sicherheitslage, zur Rolle der USA in der Welt und zu den Erwartungen der europäischen Partner eingeordnet.

Die Sendung beleuchtet darüber hinaus die angespannte geopolitische Gesamtlage. In Gesprächen und Beiträgen kommen unterschiedliche internationale Perspektiven auf das transatlantische Verhältnis zu Wort. Expertinnen und Experten erklären, wo zentrale Konfliktlinien verlaufen und welche Interessen aufeinanderprallen. So wird sichtbar, welche Rolle die USA, Europa und andere Großmächte in einer Welt im Umbruch künftig spielen könnten – und welche Signale aus Davos tatsächlich bleiben.

ZDF, 21.01.2026, 19:25 – 20:15 | 50 Min.

Die Sondersendungen zum Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos – Das sagt Donald Trump

  • Talk Spezial: Davos 2026 – Showdown mit Trump – wurde Anfangs dieser Woche als Sondersendung angekündigt (Diskussion über Trump, geopolitische Risiken, Auswirkungen auf Europa und Wirtschaft).
    → Uhrzeiten variieren je nach Tag (z. B. gestern 17:10–18:00 Uhr, später nochmal am Abend). (TV.de)
  • Online-Nachrichten/Berichte bei WELT.de und im TV bei WELT
Die Sondersendungen zum Weltwirtschaftsforum 2026 in Davos – Das sagt Donald Trump
World economic forum sign in davos with solar panels highlighting sustainability
  • Tagesschau / heute / heute journal / heute Xpress (ARD/ZDF) – Standard-Nachrichten mit Davos-Berichten.
    → Diese Kurznachrichten decken WEF-Schwerpunkte in den Tagesausgaben ab (z. B. Trump-Rede, Geopolitik, Wirtschaftstrends).
  • Phoenix – verlängerte Hintergrund-Berichte und Live-Schaltungen zu politischen Großereignissen werden häufig dort platziert (auch WEF-Debatten, Interviews, Pressekonferenzen). (Wikipedia)

Zusätzlich zur linearen TV-Berichterstattung gibt es Live-Streams / Videoberichte im Netz, die häufig parallel zur TV-Berichterstattung genutzt werden:

  • Live-Coverage bei ntv Online / ntv.de – Livestreams & Videos zum WEF. (n-tv)
  • Youtube-Live-Streams zu Davos-Sessions und Diskussionen (z. B. Live aus Davos Meeting Coverage). (YouTube)

Das Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) 2026 läuft offiziell vom 19. bis 23. Januar 2026 und ist eines der größten wirtschaftspolitischen Ereignisse des Jahres, das in allen Nachrichtensendungen thematisiert wird – vor allem wegen hochkarätiger Teilnehmer und geopolitischer Spannungen. (weforum.org)


Wie unter anderem welt.de berichtet, nutzt US-Präsident Donald Trump seine Davos-Rede für eine radikale Selbstinszenierung. Er lobt die eigene Politik überschwänglich und teilt gleichzeitig heftig gegen Europas Regierungen aus. Als er fragt: „Soll ich über Grönland sprechen?“, kippt die Stimmung endgültig in Richtung Kampfansage.

Usa house davos 2026 banner hanging on a stone wall, promoting global economic discussion

Trump preist die US-Wirtschaft als globale Lokomotive. „Die Vereinigten Staaten befinden sich mitten in der schnellsten wirtschaftlichen Erholung ihrer Geschichte“, sagt er. „Den Leuten geht es gut mit mir.“ Die USA seien dabei, die Prognosen des Internationalen Währungsfonds zu verdoppeln. Er habe nicht geglaubt, dass das so schnell gelingen könne. Aus seiner Sicht sind die USA die „Wirtschaftsmaschine“ des Planeten. Wenn es Amerika schlecht gehe, gehe es auch der Welt schlechter.

Trump beginnt mit einem scheinbar versöhnlichen Satz: „Ich liebe Europa. Ich will, dass es Europa gut geht.“ Doch dann folgt die Abrechnung. Europa gehe „nicht in die richtige Richtung“. Manche Orte seien nicht wiederzuerkennen. Viele europäische Länder wollten die Vorbildrolle der USA nicht anerkennen. Er spricht von der „größten Migrationswelle in der Geschichte der Menschheit“. Die Verantwortlichen verstünden nicht, was geschehe. Und die, die es verstünden, täten nichts dagegen. In Washington und europäischen Hauptstädten habe lange gegolten: Moderne Wirtschaft bedeute hohe Staatsausgaben und unkontrollierte Migration.

Mit Grönland heizt Trump die Lage nochmals auf. „Soll ich über Grönland sprechen?“, fragt er. Im Saal wird gelacht. Dann wird er ernst. Er habe „größte Hochachtung für Grönland“. Doch jeder Nato-Verbündete müsse sein Territorium sichern. Nach Trumps Lesart kann nur eine Nation Grönland wirklich schützen: die USA. Im Zweiten Weltkrieg sei Dänemark schnell an Nazi-Deutschland gefallen. Die USA hätten Truppen entsenden müssen, um Grönland zu halten. „Wir haben für Dänemark gekämpft“, sagt er.

Dann folgt eine Provokation: „Ohne uns würdet ihr alle Deutsch sprechen und ein bisschen Japanisch, denke ich.“ Nach dem Krieg hätten die USA Grönland an Dänemark zurückgegeben. „Wir waren dumm“, sagt Trump. Die Dänen seien undankbar. Er kündigt „unverzüglich Verhandlungen“ über eine Übernahme Grönlands an. Gewalt brauche er nicht, „ich muss keine Gewalt anwenden“. Eine bloße Lizenzvereinbarung über die Nutzung lehnt er ab. „Wer möchte eine Lizenzvereinbarung verteidigen?“

Stattdessen formuliert er eine Forderung: Alles, was er von Dänemark verlange, sei „ein Stück Eis, auf dem wir die größte goldene Kuppel errichten werden“. Das sei wenig, verglichen mit dem, was die USA Dänemark gegeben hätten. Dann setzt er Dänemark unter Druck. Man könne „Ja“ sagen, dann seien die USA dankbar. Oder „Nein“ sagen – „und wir werden uns daran erinnern“.

Auch die Nato gerät ins Visier. „Das Problem mit der Nato ist jedoch, dass wir zu 100 Prozent für sie da sein werden“, sagt Trump. Er sei aber nicht sicher, ob die Allianz für die USA da wäre. Er zeichnet ein Szenario, in dem Amerika von mehreren Staaten angegriffen werde. Die USA riefen um Hilfe. „Bei all dem Geld, das wir ausgeben, bei all dem Blut, Schweiß und den Tränen, weiß ich nicht, ob sie für uns da wären.“ Seit Jahren kritisiert er, die USA würden finanziell und militärisch ausgenutzt. Höhere Verteidigungsausgaben Europas fordert er erneut ein.

100 Tage Donald Trump

Den Krieg in der Ukraine nennt Trump ein „Blutbad“. „Und das ist, was ich beenden möchte“, betont er. Er wolle mit Russlands Präsident Wladimir Putin weiter beraten. Noch heute könne er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen, sagt Trump. Es ist sein erster Auftritt beim Weltwirtschaftsforum seit 2020. Außerdem plant er Treffen mit mehreren Staats- und Regierungschefs, um über Grönland zu sprechen.

Auch persönliche Spitzen fehlen nicht. Trump macht sich über Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lustig. „Ich habe ihn mit dieser schönen Sonnenbrille gesehen. Was zum Teufel ist passiert?“ Macron habe sich „irgendwie tough“ gegeben. Anschließend rüffelt Trump den kanadischen Regierungschef Mark Carney. Die USA seien gegenüber Kanada immer großzügig gewesen. Carney habe sich in Davos jedoch nicht dankbar gezeigt. „Kanada existiert dank der Vereinigten Staaten, denken Sie daran, Mark“, sagt Trump.

Nach Angaben von welt.de ist die US-Delegation in Davos ungewöhnlich groß. Parallel eskaliert der Streit um Grönland. Trump hat Strafzölle für Staaten angekündigt, die Dänemark und Grönland unterstützen. Ab dem 1. Februar sollen für alle Waren aus Deutschland und anderen Ländern höhere Sätze gelten. Und zwar so lange, bis ein Verkauf der Arktisinsel an die USA zustande kommt. Damit will Trump offenbar den europäischen Widerstand brechen. Der Konflikt schürt Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der von den USA angeführten Nato.

Textquellen: u.a. welt.de (andere Quellen siehe Text) // Bildquellen: Stock Adobe, Shutterstock, ARD


Zusammenfassung

Donald Trump nutzt seine Davos-Rede, um die US-Wirtschaft zu feiern und Europa frontal anzugreifen – wegen Migration, Energie- und Verteidigungspolitik. Er fordert Verhandlungen über eine Übernahme Grönlands, kombiniert das mit Strafzoll-Drohungen und stellt zugleich die Verlässlichkeit der Nato-Partner infrage. Den Ukraine-Krieg nennt er ein „Blutbad“, das er beenden wolle. Europas Reaktionen reichen von Erpressungs-Vorwürfen bis zur offenen Warnung, man werde vom eigenen Verbündeten bedroht.

Sende
Benutzer-Bewertung
5 (1 Stimme)

Du magst vielleicht auch