»28 Years Later«: Zombie‑Schocker wurde komplett mit iPhones gedreht

Sucy Pretsch veröffentlicht »Die letzte Show« Sucy Pretsch feiert mit ihrem Debütroman „Die letzte Show“ einen eindrucksvollen Einstieg ins Horror-Genre. Die Geschichte entführt uns in eine dystopische Zukunft, in der die Schweiz zur isolierten Zombie-Zone geworden ist. Im Mittelpunkt steht Randy Rivers, ein gescheiterter Late-Night-Moderator, der alles aufs Spiel setzt und einen Zombie in seine Show einlädt – ein riskanter Schachzug, der ihn in die gefährlich verseuchten Straßen Zürichs führt. Mit fesselnder Spannung, unerwarteten Wendungen und tiefen Einblicken in das, was es bedeutet, menschlich zu sein, wird „Die letzte Show“ zu einem must-read für Horror-Fans. Das Buch kombiniert packende Action mit einer berührenden Geschichte – ein Albtraum, der unter die Haut geht. HIER klicken, um den Horrorroman bei Amazon zu kaufen. » ZU »Sucy Pretsch präsentiert Debütroman »Die letzte Show« » Rezension zu Dr. Mark Beneckes »Aus der Dunkelkammer des Bösen« » »Leichen pflastern seinen Weg« – Rezension zu Adrian Langenscheids neuem Buch » ZU »Booster für Podcasts & True Crime – Teil 1

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Mit „28 Years Later“ kehrt Danny Boyle zu seinen Zombie‑Wurzeln zurück – und setzt wieder auf technische Rebellion. Der Endzeit‑Horror wurde komplett mit iPhones gedreht, vor allem mit Modellen der 15er‑Reihe. Statt teurer Kinokameras stapelte der Regisseur rund 20 Smartphones am Set. Die Idee dahinter: maximale Flexibilität, minimaler Ballast – und ein Look, der sich bewusst vom Hochglanz‑Mainstream absetzt.

»28 Years Later«: Zombie‑Schocker wurde komplett mit iPhones gedreht

Schon „28 Days Later“ wurde 2002 mit vergleichsweise einfacher Digitaltechnik realisiert. Die grobkörnige Optik machte den London‑Albtraum damals erst so intensiv. Genau dieses Gefühl wollte Boyle nun wieder einfangen. Gegenüber „Wired“ erklärte er, moderne iPhones seien für Profi‑Drehs absolut tauglich. Und das vor allem dank der Aufnahmen im ProRes‑Format, das in der Postproduktion viel Spielraum bietet (4). Klassische Kinoausrüstung wurde daher weitgehend verbannt.

Nur bei Drohnen‑ und Infrarotshots kamen andere Kameras zum Einsatz. Dies verriet Kameramann Anthony Dod Mantle in einem Interview mit „IndieWire“ (5). Ansonsten dominierten iPhones das Set. Für einen spektakulären „Bullet‑Time“-Effekt wurden mehrere Geräte halbkreisförmig montiert. So konnten Actionszenen gleichzeitig aus vielen Winkeln eingefangen werden. Boyle nannte das augenzwinkernd „Bullet‑Time für Arme“, doch der Effekt im fertigen Film wirkt alles andere als billig (3).

Gedreht wurde vor allem in den weiten Landschaften Northumbrias. Weil die Technik so leicht war, mussten keine schweren Rigs in die Einöde geschleppt werden (6). Die Umgebung konnte weitgehend unberührt bleiben – ein Bonus für die raue, apokalyptische Atmosphäre. Die iPhones liefen dabei nicht einfach im Automatikmodus. Boyle schaltete die Automatiken ab und ergänzte die Geräte um Zubehör, dessen genaue Details er aber für sich behielt (6).

„28 Years Later“ lief 2025 im Kino an. Im Januar 2026 folgte dann das nächste Kapitel: „28 Years Later: The Bone Temple“ von Regisseurin Nia DaCosta. Der neue Teil startete am 15. Januar in den nordamerikanischen Kinos und wurde klassisch als große Studio‑Produktion vermarktet (6)(1).

»28 Years Later«: Zombie‑Schocker wurde komplett mit iPhones gedreht

In Interviews macht Boyle klar: Die iPhones waren kein PR‑Gag, sondern Herzstück des ganzen Konzepts. In der YouTube‑Reihe „How They Filmed That“ schildert er, wie speziell aufgerüstete iPhone‑15‑Modelle zum Einsatz kamen. Zum Teil in Batterien von bis zu 20 Geräten gleichzeitig (7). Das erinnert an Guerilla‑Dreh, ist aber Hightech pur. Die Smartphones wurden in Rigs, Käfige und Objektivaufsätze gepackt, um aus dem kompakten Gehäuse möglichst viel Kino‑Look herauszuholen (7)(8).

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Auch der gewünschte Stil spielt eine Rolle. Boyle knüpft an den halb dokumentarischen, fast „Found Footage“-Charakter des ersten Films an (7). Die iPhones liefern dafür genau den rauen, unmittelbaren Look, den große Digitalkameras oft glattbügeln. In einem weiteren Behind‑the‑Scenes‑Video hört man, dass die Produktion bewusst auf das Gefühl setzte, mitten im Chaos zu stecken. Es ging um wacklige Perspektiven, schnelle Reaktionen, Kameras, die man notfalls einfach in die Menge werfen kann. Und das, ohne sechsstellige Summen zu riskieren (8). Technisch aufgerüstete iPhones, maximal ausgereizt.

»28 Years Later«: Zombie‑Schocker wurde komplett mit iPhones gedreht

Beim Blick auf die Kassenlage zeigt sich jedoch eine Sache. Die Reihe bleibt zwar ein Name im Horror‑Kino, doch der jüngste Ableger tut sich spürbar schwer. „28 Years Later: The Bone Temple“ holte zum US‑Start zwar die Spitzenposition am Kinofreitag und verdrängte „Avatar: Fire and Ash“ nach vier Wochen von Platz eins (1). Am Eröffnungsfreitag standen 5,6 Millionen Dollar zu Buche. Insgesamt kam der Film laut Branchenberichten auf rund 12,5 Millionen Dollar Einspiel in den ersten Wochen (1)(3).

Damit liegt „The Bone Temple“ deutlich hinter den früheren Filmen der Reihe. Diese konnten weltweit jeweils um die 70 bis 75 Millionen Dollar einspielen (2). In Fan‑Foren und Box‑Office‑Diskussionen bekommt der neue Teil bereits das Etikett einer der ersten Flops des Kinojahres 2026 (3). Während „28 Days Later“ und „28 Weeks Later“ langfristig Kultstatus und treue Fans gewannen, wirkt die Resonanz auf „The Bone Temple“ bislang deutlich kühler. Nach aktuellem Stand kommt der neue Film also weder beim Publikum noch an der Kinokasse so gut an wie seine Vorgänger. Der iPhone‑gedrehte „28 Years Later“ bleibt damit vorerst der spannendere Dreh‑ und Gesprächsstoff der Reihe (1)(2)(3).

Textquellen:
(1) Variety — „Box Office: ‘28 Years Later: The Bone Temple’ Scares ‘Avatar: Fire and Ash’ Off Top Spot Friday With $5.6 Million“ (2026) — https://variety.com/2026/film/news/box-office-28-years-later-the-bone-temple-avatar-1236631941/
(2) Facebook (Home of Movies) — „28 Days Later franchise box office history“ — https://www.facebook.com/homeofmovies29/posts/28-days-later-franchise-box-office-history-1-28-days-later-2002-749-million-budg/
(3) Reddit /r/boxoffice — „28 Years Later: The Bone Temple debuts to $12.5 Million in its 3-day weekend“ — https://www.reddit.com/r/boxoffice/comments/1qif6eh/28_years_later_the_bone_temple_debuts_to_125/
(4) Wired — „Danny Boyle Says Shooting on iPhones Let Him Capture Startling Violence in 28 Years Later“ — https://www.wired.com/story/danny-boyle-says-shooting-on-iphones-let-him-capture-startling-violence-in-28-years-later/
(5) IndieWire — „How iPhones Helped Shoot ‘28 Years Later’“ — https://www.indiewire.com/features/craft/28-years-later-iphone-hollywood-movie-1235134798/
(6) TECHBOOK — „So entstand ‚28 Years Later‘ mit dem iPhone 15“ (13.01.2026) — https://www.techbook.de/streaming/programm/28-years-later-iphone
(7) HuffPost UK — „28 Years Later Was Actually Filmed Using iPhones – Danny Boyle Explains Why“ — https://www.huffingtonpost.co.uk/entry/28-years-later-filmed-iphones-danny-boyle_uk_68592940e4b0fc41bba288bf
(8) YouTube — „How ‘28 Years Later’ Was Shot on an iPhone | How It Hits“ — https://www.youtube.com/watch?v=v8ifvXNHU3o
Bildquellen: KI, Stock Adobe, Instagram Screenshot


Zusammenfassung

„28 Years Later“ knüpft an den rauen Look von „28 Days Later“ an – diesmal mit iPhone 15 statt Kino­kamera. Danny Boyle drehte große Teile des Endzeit‑Horrors mit aufgerüsteten iPhones, nutzte bis zu 20 Geräte gleichzeitig für Bullet‑Time‑Effekte und flexible Drehs in der Wildnis. Das Ergebnis ist ein roher, unmittelbarer Stil, der perfekt zum Zombie‑Chaos passt – technisch simpel, visuell maximal wirkungsvoll.

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