Quoten-Tief, Favoritin weg, Profi bricht zusammen: »Let’s Dance« sprengt alle Erwartungen

Quoten-Tief, Favoritin weg, Profi bricht zusammen: »Let’s Dance« sprengt alle Erwartungen

Lesedauer: 5 Minuten
Die Feiertagsfolge von „Let’s Dance“ sorgt für einen deutlichen Dämpfer. Am 1. Mai schalten insgesamt nur 2,41 Millionen Menschen ein – der bisherige Tiefstwert der Staffel, rund 450.000 weniger als in der Vorwoche. Auch in der jungen Zielgruppe bleiben die Marktanteile klar hinter dem bisherigen Durchschnitt zurück. Und trotzdem kann RTL am Ende jubeln: In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen holt die Tanzshow den Primetime-Sieg. 0,44 Millionen junge Zuschauerinnen und Zuschauer bringen starke 14,2 Prozent Marktanteil, bei den 14- bis 59-Jährigen sind es 0,81 Millionen Menschen und 12,7 Prozent Marktanteil. Beim Gesamtpublikum ab drei Jahren hat zwar das ZDF mit „Der Alte“ die Nase vorn, doch beim jungen Publikum tanzt „Let’s Dance“ weiter ganz oben mit.

Quoten-Tief, Favoritin weg, Profi bricht zusammen: »Let’s Dance« sprengt alle Erwartungen

Quoten-Tief, Favoritin weg, Profi bricht zusammen: »Let’s Dance« sprengt alle Erwartungen
Die Jury 2026 bestehend aus Jorge González (l.), Motsi Mabuse und Joachim Llambi

Inhaltlich liefert die Sendung eine echte TV-Bombe: Ausgerechnet Favoritin Nadja Benaissa muss die Show verlassen. Dabei wird sie zuvor für ihren Tango regelrecht gefeiert, die Jury lobt Intensität, Drama und Technik, Motsi Mabuse spricht von einem „bombastischen“ Auftritt, Joachim Llambi ist mit Aufbau, Attitüde und Miteinander sehr zufrieden. Auch der Jive im Partner-Tausch kommt gut an, die Energie stimmt, nur kleine Technik-Kritik von Llambi – insgesamt ein klarer Favoritinnen-Abend.

Dann die Wendung bei der Entscheidung: Nadja landet plötzlich in der Schlussrunde, muss neben Gustav Schäfer und Milano zittern. Am Ende bleiben die Männer, Nadja ist raus – obwohl sie in der Jurywertung nicht auf dem letzten Platz steht. Llambi reagiert sichtbar fassungslos, im Netz diskutieren Fans wütend über die Voting-Mechanik. Besonders der Verbleib des schwächer bewerteten Gustav sorgt für Ärger, viele schreiben, sie hätten Nadja längst im Finale gesehen. Tanzpartner Vadim Garbuzov bringt den Frust auf den Punkt und spricht vom „Discofox-Fluch“: Schon im Vorjahr habe ein Sieg im Discofox-Marathon kurz darauf zum Aus geführt – jetzt wieder.

Zu den überraschenden Quoten und dem Favoritinnen-Aus kommt ein echter Schockmoment im Studio. Kurz vor der finalen Entscheidung bricht Profitänzerin Malika Dzumaev auf der Showtreppe zusammen. Die Kameras zeigen den Zusammenbruch nicht, doch im Saal wird es schlagartig hektisch. Moderator Daniel Hartwich reagiert sofort und ruft deutlich hörbar: „Wir brauchen einen Arzt!“ Hinter den Kulissen wird von einem Kreislaufzusammenbruch ausgegangen, Malika hatte zuvor mit Joel Mattli gerade erst das Weiterkommen geschafft.

Für das TV-Publikum bleibt der medizinische Einsatz unsichtbar, die Entscheidung wird live durchgezogen. Erst später gibt Malika selbst Entwarnung und erklärt, es sei ihr inzwischen wieder gut, vermutlich habe sie zu wenig gegessen und getrunken. Dennoch bleibt bei vielen der Eindruck: körperliche Höchstleistung, Live-Druck und lange Showabende fordern ihren Preis.

Trotz Schock-Abschied meldet sich Nadja Benaissa später bemerkenswert positiv zu Wort. Die Sängerin spricht von einer geliebten Zeit im Studio und von der besonderen Verbindung zu Tanzpartner Vadim Garbuzov. Beide sind sichtbar zusammengewachsen, Nadja betont, dass zwischen ihnen eine echte Freundschaft entstanden ist.

Besonders bitter für sie: In der kommenden Woche steht „Let’s Dance“ unter dem Motto „Magic Moments“. Genau dieser emotionale Themenabend hätte für viele Fans perfekt zu ihr gepasst. Nadja hätte dort gerne weiter getanzt, weiß nun aber nicht recht, was sie nach der Rückkehr nach Hause mit all der plötzlich freien Zeit anfangen soll. Ganz verabschiedet hat sie sich von der Show allerdings nicht – im Finale sollen alle Paare noch einmal auf dem Parkett stehen, Nadja will das Team im Studio besuchen und ihre „Let’s Dance“-Reise dort abrunden.

+++ Quoten fallen auf Staffeltief, doch in der jungen Zielgruppe tanzt RTL alle in Grund und Boden +++ Favoritin fliegt raus, Profitänzerin kollabiert – und eine Kandidatin nennt „Let’s Dance“ härter als das Dschungelcamp +++
Joachim Llambi

Während Nadja unfreiwillig aussteigt, kämpft Anna-Carina Woitschack weiterhin um jeden Auftritt – und mit den Folgen des Trainings. Seit Februar steht sie für „Let’s Dance“ fast täglich im Trainingssaal, die körperliche Belastung geht ihr sichtbar an die Substanz. Sie berichtet offen von Momenten, in denen sie denkt, sie schaffe es nicht mehr, weil Rippen, Beine und Füße schmerzen.

Brisant: Im Vergleich dazu wirkt selbst das Dschungelcamp für sie milder. Zwei Wochen hungern seien nichts gegen den dauerhaften körperlichen Stress von „Let’s Dance“, sagt die Schlagersängerin. Gleichzeitig zeigt das Format auch eine andere Seite: Anna-Carina spricht von einem „richtigen Sixpack“, das sie noch nie hatte, und von sechs Zentimetern weniger Taillenumfang. Durch das viele Tanzen kann sie nach eigener Aussage essen, was sie will – drei Schoko-Croissants am Tag sind drin, die Kalorien verbrennt sie direkt im Trainingssaal. Sie muss eher aufpassen, nicht zu sehr abzunehmen, sonst sei sie „nur noch ein Strich“. Für die Show hat sie nahezu alle Auftritte abgesagt, nur für einen Auftritt in der Giovanni-Zarrella-Show hat sie eine Ausnahme gemacht.

Quoten-Tief, Favoritin weg, Profi bricht zusammen: »Let’s Dance« sprengt alle Erwartungen

Unterm Strich zeigt dieser Abend, wie sehr Quoten und Inhalt auseinanderdriften können. Die Reichweite markiert zwar den Tiefpunkt der Staffel, doch die Dichte an Gänsehaut- und Schockmomenten ist hoch: ein überraschendes Favoritinnen-Aus trotz Jury-Topwerten, ein Kreislaufzusammenbruch hinter den Kulissen, Kandidatinnen, die offen über Schmerzen, Druck und körperliche Grenzen sprechen – und eine ausgeschiedene Sängerin, die erstaunlich gefasst und warm Abschied nimmt.

Während beim Gesamtpublikum vor allem „Der Alte“ punktet, hält „Let’s Dance“ die junge Zielgruppe mit genau solchen Momenten bei der Stange. RTL muss zwar mit sinkenden Zahlen leben, hat aber weiterhin das Gesprächsmonopol am Morgen danach. In dieser Mischung aus Quotendruck, Voting-Frust, Tränen und Adrenalin liegt am Ende wohl die eigentliche Gänsehautgarantie der Show.

Textquellen: Focus, RTL // Bildquelle: RTL / Stefan Gregorowius


Zusammenfassung

In der Feiertagsfolge von „Let’s Dance“ 2026 fallen die Quoten auf den bisherigen Staffeltiefstwert, trotzdem holt RTL in der jungen Zielgruppe den Primetime-Sieg. Inhaltlich liefert die Show maximales Drama: Favoritin Nadja Benaissa fliegt trotz Top-Jurypunkten überraschend raus, Profitänzerin Malika Dzumaev erleidet hinter den Kulissen einen Kreislaufzusammenbruch und muss ärztlich versorgt werden. Parallel berichtet Anna-Carina Woitschack, dass sie das körperlich extrem fordernde Training härter empfindet als das Dschungelcamp – inklusive Schmerzen, aber auch neuem Sixpack.

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