»Mr. No Pain« bei Netflix: Er spürt nichts und wir haben unseren Spaß
+++ Actionkomödie mit Jack Quaid und „Spider-Man“-Darsteller Jacob Batalon +++ Eine witzige Idee trifft auf reichlich übertriebene Gewalt +++ Kurzweilige Unterhaltung mit 3 von 5 Sternen +++
Ein Mann, der keine Schmerzen empfindet, gerät in eine ziemlich schmerzhafte Angelegenheit. Aus dieser einfachen Idee macht „Mr. No Pain“ einen unterhaltsamen Actionfilm, der seine Hauptfigur einiges einstecken lässt. Das ist stellenweise ulkig, ziemlich blutig und insgesamt ganz solide. Ein Film, mit dem man einen vergnüglichen Abend verbringen kann – und den man vermutlich auch bald wieder vergisst.
Ich habe „Mr. No Pain“ bei Netflix gesehen und mich ordentlich unterhalten gefühlt. Zum großen Wurf fehlt einiges. Aber nicht jeder Film muss einem noch drei Wochen später durch den Kopf gehen.
Das Wichtigste in Kürze
- Originaltitel: „Novocaine“
- Erscheinungsjahr: 2025
- Laufzeit: 110 Minuten
- Genre: Actionkomödie
- Altersfreigabe: ab 18 Jahren
- Regie: Dan Berk und Robert Olsen
- Drehbuch: Lars Jacobson
- Besetzung: Jack Quaid, Amber Midthunder, Ray Nicholson, Jacob Batalon, Betty Gabriel und Matt Walsh
- Streaming: aktuell unter anderem bei Netflix, auch auf Deutsch
- Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen
Die Filmdaten stammen von Paramount Pictures; die deutsche Fassung ist bei Netflix gelistet.
Worum geht es in »Mr. No Pain«?
Nathan Caine, gespielt von Jack Quaid, ist ein zurückhaltender Bankangestellter mit einer ungewöhnlichen Eigenschaft: Er kann keine körperlichen Schmerzen empfinden. Als Bankräuber seinen Arbeitsplatz überfallen und seine Kollegin Sherry als Geisel mitnehmen, macht er sich auf den Weg, sie zu retten.
Dabei wird ausgerechnet seine Schmerzunempfindlichkeit zum Vorteil. Nathan gerät in Situationen, in denen andere längst aufgeben würden. Eine dankbare Ausgangslage für eine Actionkomödie, die aus ihrem ungewöhnlichen Helden möglichst viel herausholen möchte.
Eine witzige Idee, die den Film trägt
Die Grundidee hat mir gefallen. Sie ist schnell verstanden und sorgt für allerlei absurde Situationen. Nathan ist eben kein klassischer Actionheld, der schon beim Betreten eines Raumes aussieht, als könne er sämtliche Anwesenden gleichzeitig umhauen.
Dieser Gegensatz macht einen guten Teil des Vergnügens aus. Man schaut einem eher unscheinbaren Typen dabei zu, wie er sich durch eine vollkommen eskalierende Lage kämpft. Das ist ulkig genug, um bei der Sache zu bleiben.
„Mr. No Pain“ hat mich damit gut durch seine knapp zwei Stunden gebracht. Ich hatte weder das Gefühl, hier etwas besonders Großes zu sehen, noch habe ich auf die Uhr gestarrt. Manchmal ist „ganz nett und unterhaltsam“ eine ziemlich zutreffende Filmbeschreibung.
Woher kennt man Nathans Freund Roscoe?
Bei Jacob Batalon kam sofort dieser Gedanke: Den kenne ich doch!
Er spielt Nathans Freund Roscoe. Vielen dürfte Batalon als Ned Leeds, Peter Parkers Freund aus den „Spider-Man“-Filmen mit Tom Holland, bekannt sein. Unter anderem war er in „Spider-Man: Homecoming“, „Far From Home“ und „No Way Home“ dabei.
Die Darsteller fand ich insgesamt ordentlich. Jack Quaid passt in diese ungewöhnliche Hauptrolle, und auch das übrige Ensemble erfüllt seinen Zweck. Für mich lebt der Film allerdings stärker von seiner Idee als von besonders eindrucksvollen Figuren.
Bei der Gewalt stimmt das Verhältnis nicht immer
Mein größter Kritikpunkt ist die übertriebene Gewalt. Natürlich gehört sie zum Konzept: Ein Mann empfindet keine Schmerzen, also probiert der Film aus, was man ihm alles zumuten kann.
Nur ist nicht jede Steigerung automatisch auch ein besserer Gag.
Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass die Brutalität den Witz überholt. Für die vergleichsweise leichte, ulkige Unterhaltung wird dann doch ziemlich dick aufgetragen. Das Verhältnis zwischen komischer Idee und blutiger Umsetzung stimmt für mich nicht durchgehend.
Man sollte sich vom humorvollen Ansatz jedenfalls nicht zu einem gemütlichen Familienfilm verleiten lassen. Die deutsche Altersfreigabe liegt bei 18 Jahren.
Und das Ende?
Ohne die Auflösung vorwegzunehmen: Das Ende fand ich in Ordnung. Solide, passend zum Gesamteindruck und für mich kein Grund, die Bewertung noch einmal deutlich nach oben oder unten zu verändern.
Damit bleibt „Mr. No Pain“ bis zum Schluss ungefähr das, was er unterwegs schon war: kurzweilige Unterhaltung mit einer witzigen Ausgangsidee und einer Vorliebe für Übertreibungen.
⭐️ Sucy-Fazit
„Mr. No Pain“ ist ein ganz netter, unterhaltsamer Film. Die Idee ist witzig, die Darsteller sind okay, und die Geschichte lässt sich gut wegschauen. Die Gewalt hätte für meinen Geschmack allerdings etwas weniger ausufern dürfen.
Wer eine blutige Actionkomödie für einen unkomplizierten Filmabend sucht, kann hier seinen Spaß haben. Besonders lange wird mir das vermutlich nicht im Gedächtnis bleiben. Aber während des Schauens hat es mich unterhalten – und das ist ja auch etwas.
⭐️⭐️⭐️ 3 von 5 Sternen
Textquellen: Paramount Pictures: „Novocaine“, Netflix Deutschland: „Mr. No Pain“, CineStar: Filmdaten und Altersfreigabe, TV Insider: Jacob Batalon // Bildquelle: KI-generiert
Zusammenfassung
Eine witzige Idee, ordentliche Darsteller und reichlich übertriebene Gewalt: „Mr. No Pain“ bei Netflix unterhält kurzweilig, bleibt aber kaum hängen. Meine Kritik mit 3 von 5 Sternen.






