Wer ist am Ende wirklich tot? »Wilsberg: Einfach weg« überrascht
+++ Ein verschwundener Bräutigam, ein Finfluencer und eine Alibi-Agentur führen Wilsberg in einen verzwickten Fall +++ Die neue Folge punktet mit überraschenden Wendungen, einer guten Besetzung und dem vertrauten Humor +++
Das Wichtigste in Kürze
Ekki soll Trauzeuge seines Fußballfreundes Jan Linke werden. Doch kurz vor der Hochzeit verschwindet der Bräutigam. Eine Videobotschaft legt nahe, dass Jan freiwillig gegangen ist. Gleichzeitig entdeckt die Polizei eine Blutspur, und Wilsberg stößt auf Verbindungen zum Finfluencer Vince Grossmann und zu einer Agentur, die Menschen beim Verschwinden hilft.
Kritik: Ein Fall, bei dem man gern miträtselt
„Wilsberg: Einfach weg“ macht genau das, was ich an einem guten Krimi mag: Der Fall verzweigt sich, ohne seinen roten Faden zu verlieren. Jans Verschwinden ist erst der Anfang. Nach und nach kommen weitere Personen und Interessen ins Spiel, bis man sich nicht mehr sicher sein kann, welche Spur eigentlich die entscheidende ist.
Das funktioniert auch deshalb so gut, weil die Besetzung Freude macht. Leonard Lansink und Oliver Korittke sind als Wilsberg und Ekki ein eingespieltes Team. Roland Jankowsky bekommt als Overbeck diesmal ebenfalls einiges zu tun. Dazu kommen unter anderem Steve Windolf als Vince Grossmann und Minh-Khai Phan-Thi als Leiterin der Alibi-Agentur.
Die Geschichte hat mehrere Ebenen und entwickelt sich überraschend. Vor allem bleibt sie bis zum Schluss unterhaltsam. Mich hat an dieser Folge nichts ernsthaft gestört. Wer „Wilsberg“ wegen der Mischung aus Krimirätsel, vertrauten Figuren und kleinen komischen Momenten einschaltet, bekommt hier eine besonders gelungene Ausgabe.

Ende erklärt: Was geschieht mit Jan und Vince?
Achtung, ab hier folgen Spoiler.
Lange richtet sich die Sorge auf den verschwundenen Jan. Gerade deshalb sitzt die Wendung: Nicht Jan, sondern Vince stirbt. Der Fall lenkt den Blick immer wieder auf den Bräutigam, während die Gefahr an anderer Stelle tödlich wird. Für mich ist diese Entwicklung überraschend und am Ende schlüssig.
Auch Overbecks mögliche Kündigung löst sich auf: Er bleibt bei der Polizei. Und ganz zum Schluss gibt es wieder eine dieser herrlichen amourösen Anspielungen zwischen Wilsberg und Kommissarin Anna Springer. Die beiden altern mit ihrer Reihe – aber die Frage bleibt dieselbe: Wann kriegen sie sich endlich? ❤️
⭐️ Sucy-Fazit
„Einfach weg“ ist ein toller, unterhaltsamer Krimi, wie man „Wilsberg“ kennt: schön verzwickt, gut besetzt und mit einer Auflösung, die mich tatsächlich überrascht hat.
⭐️⭐️⭐️⭐️ 4 von 5 Sternen
Häufige Fragen zu „Wilsberg: Einfach weg“
Wann läuft die Folge im ZDF?
„Wilsberg: Einfach weg“ ist seit dem 26. September 2026 im ZDF-Stream verfügbar. Die Fernsehpremiere ist am Samstag, 3. Oktober 2026, um 20:15 Uhr.
Wer spielt Vince Grossmann?
Steve Windolf spielt den Finfluencer Vince Grossmann.
Kündigt Overbeck in „Einfach weg“?
Nein. Trotz der entsprechenden Entwicklung im Film bleibt Overbeck am Ende bei der Polizei.
Textquellen: ZDF-Presseportal: „Wilsberg – Einfach weg“, 3sat-Pressetreff: Inhalt und Besetzung // Bildquelle: ZDF, ZDF/Thomas Kost, Michael Kštschau
Zusammenfassung
„Einfach weg“ ist ein unterhaltsamer Krimi, wie man „Wilsberg“ kennt: schön verzwickt, gut besetzt und mit einer Auflösung, die mich tatsächlich überrascht hat.









