Chris Pratt als James Reece in The Terminal List Staffel 2
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»The Terminal List«, Staffel 2: Brutal, vielschichtig und mit einem starken Chris Pratt

5 Min. Lesezeit

Puh, geht es hier zur Sache. »The Terminal List« kehrt mit einer zweiten Staffel zurück, die schon zum Auftakt ordentlich austeilt. Mich begeistert dabei vor allem, wie viel Geschichte zwischen der Action steckt: mehrere Handlungsstränge, ein hervorragendes Ensemble und eine Dramaturgie, die ihren Figuren Zeit lässt. Nach drei Folgen gibt es dafür volle fünf Sterne.

Hinweis: Diese Auftaktkritik bewertet ausschließlich die ersten drei Folgen. Der Text enthält leichte Hinweise auf deren Handlung, verrät aber keine späteren Entwicklungen.


  • Titel: The Terminal List – Die Abschussliste, Staffel 2
  • Streaming: Seit dem 21. Oktober 2026 auf Prime Video
  • Genre: Actionthriller, Spionagethriller, Drama
  • Hauptdarsteller: Chris Pratt als James Reece
  • Romanvorlage: »Hass« von Jack Carr, im Original »True Believer«
  • Bewertungsstand: Die ersten drei Folgen gesehen
  • Kurzurteil: Brutaler, hervorragend besetzter Thriller mit mehreren interessanten Geschichten und einem starken Chris Pratt.
  • Vorwissen: Staffel 1 sollte man kennen oder vor dem Einstieg eine ausführliche Zusammenfassung lesen.

Worum geht es in Staffel 2?

James Reece sucht nach den Ereignissen der ersten Staffel einen neuen Sinn. Zu Beginn erleben wir ihn auf einem Boot, weit entfernt von seinem früheren Leben. Doch die Vergangenheit lässt sich schwer abschütteln. Die CIA benötigt seine Hilfe im Kampf gegen eine Terrorgruppe und setzt ihn unter Druck.

Die ersten drei Folgen führen Reece vom Meer nach Mosambik und schließlich nach Marokko. Parallel entwickelt sich die Geschichte rund um die CIA, die mich besonders interessiert. Dadurch bekommt die Staffel früh mehrere Ebenen, zwischen denen sie wechseln kann.

Auch das Ukraine-Thema hat Einzug in die Handlung gehalten. Schon der Auftakt in Brüssel verknüpft die Geschichte mit einer Gegenwart, deren Konflikte längst Stoff für Filme und Serien geworden sind. Das trägt zur unangenehmen Nähe dieser Thrillerwelt bei.

Muss man Staffel 1 vorher gesehen haben?

Ja, das würde ich unbedingt empfehlen. Zumindest sollte man den Inhalt der ersten Staffel ausführlich nachlesen. Sonst fehlt das Verständnis dafür, was James Reece antreibt und weshalb er sich am Anfang der Fortsetzung überhaupt auf dem Wasser befindet.

Man kann den Ortswechseln und Einsätzen vermutlich auch ohne dieses Wissen folgen. Aber gerade die persönliche Ausgangslage ist wichtig. Reece bringt eine Vorgeschichte mit, die seine Entscheidungen prägt. Wer sie kennt, sieht in dem Mann auf dem Boot deutlich mehr als einen schweigsamen Actionhelden auf Reisen.

Chris Pratt als James Reece in The Terminal List Staffel 2
Tom Hopper (Raife Hastings), Chris Pratt (James Reece)

Chris Pratt wird für mich immer überzeugender

Chris Pratt mausert sich für mich zu einem richtig guten Schauspieler. Hier passt er ausgesprochen gut in die Rolle eines Mannes, dessen bisheriges Leben deutliche Spuren hinterlassen hat.

Zu Beginn wirkt er auf mich erheblich schmaler. Das unterstützt den Eindruck seines langen Aufenthalts auf See: Dieser Reece sieht aus, als hätte er einiges hinter sich. Ob Pratt dafür tatsächlich gezielt Gewicht verloren hat, lässt sich aus dem Bild allein natürlich nicht ableiten. Für die Glaubwürdigkeit der Figur funktioniert die Erscheinung jedenfalls.

Mein Lob gilt außerdem dem gesamten Ensemble. Die Besetzung ist bislang durchgehend stark. Das hilft besonders bei einer Serie, die mehrere Geschichten nebeneinander aufbaut. Auch abseits der Hauptfigur möchte ich wissen, wie es weitergeht.

Mehrere Geschichten, die sich entwickeln dürfen

Genau so mag ich Serien: vielschichtig, mit unterschiedlichen Figuren und Handlungssträngen, die genug Raum bekommen. Besonders die CIA-Geschichte macht mich neugierig.

Dabei gelingt »The Terminal List« etwas, das längst keine Selbstverständlichkeit ist. Die Serie nimmt sich Zeit für den Aufbau und bleibt trotzdem spannend. Nach drei Folgen habe ich keine Längen empfunden. Die zweite Folge fand ich bereits großartig, und mit Reeces Weg nach Marokko entwickelt sich die Handlung weiter.

Das Tempo entsteht durch die Geschichten selbst. Man will verstehen, wie die einzelnen Entwicklungen zusammenhängen und welche Rolle Reece darin übernehmen wird. Die Action hat dadurch ein erzählerisches Umfeld, das mich interessiert. Herrlich, wenn eine Serie ihrem Publikum so viel zutraut.

Brutal ist das allerdings schon

Über die Härte sollte man vor dem Einschalten Bescheid wissen. Menschen werden getötet, und in den Afrika-Szenen geht es auch um Wilderei. Dabei sind tote Tiere zu sehen. Das sind Bilder, die mir besonders unangenehm auffallen.

Trotzdem empfinde ich die Brutalität hier als passend zur Inszenierung. Diese Welt ist grausam, und die Serie verschont ihre Zuschauer damit nicht. Die echte Welt tut das schließlich auch selten.

Für mich ist die Härte deshalb bislang kein Abzugspunkt. Wer auf Gewaltdarstellungen oder Bilder toter Tiere empfindlich reagiert, sollte das allerdings berücksichtigen. Als gemütliche Nebenher-Unterhaltung würde ich die Staffel schon wegen ihrer Intensität und der mehreren Handlungsstränge kaum empfehlen.

Chris Pratt, ein tolles Ensemble und mehrere Geschichten, die sich mit bemerkenswert sicherem Gespür für Spannung entwickeln: Die zweite Staffel von »The Terminal List« hat mich nach drei Folgen voll gepackt.

Besonders gefällt mir, dass die Serie ihren Figuren und Handlungssträngen Zeit lässt, ohne dabei träge zu werden. Die CIA-Ebene macht neugierig, Reeces Weg vom Boot über Afrika nach Marokko bleibt spannend, und die harte Inszenierung passt zu dieser Geschichte.

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Fünf von fünf Sternen für die ersten drei Folgen. Eine klare Empfehlung für Fans von Action- und Spionagethrillern, die mit deutlicher Gewalt umgehen können. Vorher sollte man allerdings Staffel 1 kennen. Der Mann auf dem Boot hat einiges an Vorgeschichte im Gepäck.

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Textquellen: Prime Video: »The Terminal List – Die Abschussliste«, Staffel 2 – Handlung, Hauptdarsteller und RomanvorlageStaffel 2, About Amazon Deutschland: Prime-Video-Neuheiten im Herbst 2026 – deutscher Starttermin // Bildquelle: MGM Prime Video


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