»Minions & Monster«: Warum der neue Film selbst mich als Fan nur nervt
+++ Dauerndes Geplapper, kaum Spaß und eine auffällig veränderte Optik +++ Meine Kritik: 1 von 5 Sternen für das neue Minions-Abenteuer +++
Ich bin ein echter Minions-Fan. Trotzdem war »Minions & Monster« für mich eine Qual. Nach einem ganz netten Anfang wurde mir der Film schrecklich langweilig, und das unverständliche Geplapper ging mir zunehmend auf die Nerven. Die Hollywood-Idee bietet noch die interessantesten Ansätze, doch insgesamt bleibt für mich eine herbe Enttäuschung.
Das Wichtigste in Kürze
- Titel: Minions & Monster
- Originaltitel: Minions & Monsters
- Jahr und Land: USA, 2026
- Genre: Animationsfilm, Komödie, Fantasy-Abenteuer
- Regie: Pierre Coffin
- Laufzeit: rund 90 Minuten
- Altersfreigabe: FSK 6
- Wo anschauen? Unter anderem bei Prime Video als Kauf- oder Leihtitel gegen zusätzliche Zahlung
- Meine Bewertung: 1 von 5 Sternen
- Kurzurteil: Ein netter Anfang und die Hollywood-Kulisse reichen für mich nicht aus, um das dauernde Geplapper und die fehlende Unterhaltung aufzufangen.
Worum geht es in »Minions & Monster«?
Die Minions landen im Hollywood der Zwanzigerjahre und werden durch einen zufälligen Auftritt vor der Kamera zu Filmstars. Doch mit dem Aufkommen des Tonfilms gerät ihre Karriere ins Wanken. Ihre eigenwillige Sprache passt schlecht zu vorgegebenen Dialogen.
James und Henry wollen trotzdem weiter Filme machen. Für einen eigenen Monsterfilm beschwören sie kurzerhand echte Ungeheuer herauf. Damit schaffen sie ein Problem, das weit über einen missglückten Drehtag hinausgeht.
Die Idee hat durchaus Möglichkeiten: frühes Hollywood, die Entstehung großer Filmillusionen und Minions, die selbst Kino machen wollen. Für mich bleibt dieses Umfeld allerdings wesentlich interessanter als das eigentliche Abenteuer.
Warum stehen diesmal so stark die Minions im Mittelpunkt?
»Minions & Monster« setzt auf eine eigenständige Geschichte mit neuen Minions im frühen Hollywood. James, Henry und ihre Freunde tragen das Abenteuer. Regisseur Pierre Coffin erklärt den Bezug zum Stummfilm unter anderem mit dem körperlichen Humor seiner Figuren: Da ihre Sprache weitgehend unverständlich bleibt, müssen Bewegungen und Aktionen die Komik vermitteln.
Diesen Gedanken kann ich nachvollziehen. Beim Anschauen funktioniert er für mich kaum.
Mir fehlt eine weitere tragende Geschichte, die Abwechslung hineinbringt. Die Minions bestimmen den Film so stark, dass ihre Eigenheiten irgendwann alles überlagern. Was ich an ihnen normalerweise mag, wird mir hier schlicht zu viel.
Dabei wäre gerade das Filmgeschäft ein gutes Umfeld für zusätzliche Figuren und Konflikte gewesen. Für mein Empfinden bekommt diese Welt zu wenig eigenes Gewicht.
Wenn das Minions-Geplapper irgendwann nur noch nervt
Die Sprache gehört natürlich zu den Minions. Darüber muss man mich als Fan nicht aufklären. In diesem Film wurde sie für mich allerdings zur Geduldsprobe.
Ich verstehe das meiste nicht, höre den Figuren aber ständig dabei zu. Dazu bräuchte ich Gags, die mich mitnehmen, oder eine Geschichte, die mein Interesse hält. Beides hat für mich nicht funktioniert. Ich fand den Film weder lustig noch über längere Strecken unterhaltsam.
Statt mich auf den nächsten Einfall zu freuen, war ich zunehmend genervt. Und das ist bei Figuren, die ich eigentlich ausgesprochen gerne sehe, besonders schade.
Hollywood ist noch das Beste an diesem Abenteuer
Der Anfang war ganz nett. Auch die Entscheidung, die Geschichte nach Hollywood zu verlegen, gefällt mir grundsätzlich. Ohne dieses Thema wäre der Film für mich noch schwerer auszuhalten gewesen.
Coffin nennt im Interview unter anderem Charlie Chaplin, Buster Keaton und Harold Lloyd als Bezugspunkte. Die Verbindung zwischen den Minions und der körperlichen Komik des frühen Kinos ist also bewusst angelegt.
Für mich trägt diese Idee den Film trotzdem nicht. Die filmhistorischen Anspielungen geben dem Ganzen einen interessanten Rahmen. Mein Problem mit dem Humor und der einseitigen Konzentration auf die Minions lösen sie nicht.
Auch die Monster haben für mich niemandem die Show gestohlen. Ich hätte mir gewünscht, dass eine der neuen Figuren stärker aus diesem gelben Dauerbetrieb herausragt.
Wurde die Animation bei »Minions & Monster« verändert?
Mir fiel auf, dass die Figuren anders aussehen als in den älteren Filmen. Ihre Oberflächen wirken auf mich matter. Deshalb habe ich mich gefragt, ob die Technik verändert wurde.
Belegt ist eine bewusst veränderte Gestaltung. Im Interview mit TheWrap beschreibt Pierre Coffin, dass er den Film anders beleuchten und animieren wollte. Dazu gehören eine stärker am klassischen Hollywood orientierte Lichtgestaltung, ausdrucksstärkere Mundformen und differenziertere Reaktionen der Figuren.
Das erklärt die gestalterische Absicht hinter dem veränderten Erscheinungsbild. Welche konkrete technische Entscheidung meinen Eindruck der matteren Oberflächen verursacht, lässt sich daraus jedoch nicht ableiten. Einen bestätigten Wechsel der verwendeten Animationssoftware oder des Renderers habe ich dafür nicht gefunden.
Mein Eindruck bleibt deshalb genau das: Die Oberflächen sehen für mich anders aus. Die bestätigten Änderungen betreffen unter anderem Licht, Figurengestaltung und Animation.
⭐️ Sucy-Fazit
Ich mag die Minions wirklich gerne. Umso enttäuschender war »Minions & Monster« für mich. Der Anfang ist ganz nett, die Hollywood-Idee gefällt mir, und damit sind meine wesentlichen Pluspunkte bereits aufgezählt.
Danach fand ich den Film vor allem langweilig und nervig. Die Gags haben bei mir nicht gezündet. Mir fehlte eine zusätzliche Geschichte, die mich durch das Abenteuer trägt, und auch die neuen Monster konnten daran nichts ändern.
Selbst als echter Minions-Fan war das für mich eine Qual. Meine gelben Lieblinge haben diesmal gründlich an meinen Nerven gesägt.
⭐ 1 von 5 Sternen
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Textquellen: Illumination: Handlung und Figuren, FSK: Laufzeit und Altersfreigabe, Prime Video: Kauf- und Leihangebot, Radio Times: Pierre Coffin über Humor und Figuren, TheWrap: Hintergründe zur veränderten Optik // Bildquelle: Shutterstock
Zusammenfassung
»Minions & Monster« verlegt die gelben Chaoten ins Hollywood der Zwanzigerjahre. Sucy enttäuscht der Animationsfilm trotz ihrer Begeisterung für die Figuren: Der Humor zündet nicht, das Geplapper nervt, und eine zusätzliche tragende Geschichte fehlt ihr. Dafür gibt es 1 von 5 Sternen. Der Artikel erklärt außerdem, welche Änderungen am Look des Films bestätigt sind.






