Neuer Lena Odenthal-Tatort: »Avatar« – Die Kritik

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Neuer Lena Odenthal-Tatort: »Avatar«. Seit dem Herbst geht es Schlag auf Schlag, ein neuer Tatort jagt den nächsten. Am Wochenende war es der Ludwigshafener Tatort, der auf Sendung ging. Zwei Urgesteine gingen dabei in den Ruhestand – offenbar nicht ganz freiwillig, sie sie selbst in einem Interview verlautbaren lassen.

Neuer Lena Odenthal-Tatort: »Avatar«

Die Story: Julia, eine mysteriöse Zeugin in den Ermittlungen von Odenthal und Stern, ist Mitte 40. Sie rückt ins Rampenlicht, nachdem ein Unbekannter tot am Rheinufer gefunden wird.

Obwohl sein Tod auf einen Herzinfarkt zurückzuführen ist, stellt sich heraus, dass er zuvor von jemandem mit Pfefferspray ins Gesicht gesprüht wurde. Alles deutet darauf hin, dass Julia den Mann gesehen und möglicherweise sogar gezielt angegriffen hat.

Während die beiden Kommissarinnen aus Ludwigshafen die Geheimnisse um Julias Rolle in diesem Vorfall aufdecken, enthüllen sie gleichzeitig die Tragödie, die ihr Leben überschattet.

Eine zentrale Rolle spielt ihre Ziehtochter Sina, die vor Kurzem Opfer eines schrecklichen Verbrechens wurde – im World Wide Web, einer verlockenden und unbarmherzigen Welt, in der ein junger Teenager alles preisgibt, was er besitzt: Vertrauen, Unschuld und Hoffnung.

Die Aufmachung ist ganz gut: Coole Musik, eine tolle weitere Hauptrolle (Bernadette Heerwagen als Julia) und viel Geheimniskrämerei. Erst mal geht der Krimi also spannend los – und mysteriös… (und ehrlich gesagt zunächst auch etwas wirr). Aber je länger man zuschaut, umso mehr beginnt man zu ahnen, was Monströses geschehen sein könnte.

Dann geht plötzlich alles sehr schnell: Man bekommt eine Info nach der anderen um die Ohren geknallt. Das schadet etwas dem Spannungsbogen. Doch in diesem Falle ist der Versuch, modern zu sein, eigentlich ganz gut geglückt – was über die verlorene Spannung etwas hinweg hilft. Und dann kommt’s nur noch drauf an, dass Frau Odenthal schneller den Vergewaltiger findet als Julia.

Natürlich schafft es die Kommissarin, allerdings ist das Ende unerwartet. Es sei nochmal betont: Aufpassen im Internet!

Interview mit Tatort-Komparsen

Interview mit Tatort SWR Komparsen im Blog von Sucy Pretsch

Odenthal und Stern sind zunehmend überzeugt, dass Julia auf der Suche nach der Person ist, die für Sinas Tod verantwortlich ist. Sie ist bereit, ihre eigene Reise durch dunkle Abgründe fortzusetzen und eine Spur des Todes zu hinterlassen, solange sie den Täter nicht gefunden hat. Julia ist der Avatar ihrer eigenen Gerechtigkeit.

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ARD/SWR TATORT: AVATAR, Fernsehfilm Deutschland 2024, am Sonntag (07.01.24) um 20:15 Uhr im ERSTEN. Edith Keller (Annalena Schmidt) und Peter Becker (Peter Espeloer) bei ihrem Abschied vom Präsidium. Foto Credit: SWR/Christian Koch

Schade: Annalena Schmidt und Peter Espeloer nehmen mit dem „Tatort – Avatar“ Abschied vom Lena-Odenthal-Tatort, in dem sie über Jahrzehnte die Sekretärin Frau Keller und den Kriminaltechniker Peter Becker gespielt haben. Wie sie nun in einem Interview mit der Rheinpfalz mitteilen, war das nicht ihre Entscheidung:

Die Redaktion war der Meinung, dass diese Figuren in Rente geschickt gehören. Das war nicht unsere Entscheidung. Es kam für uns beide doch überraschend, dass jetzt der Schlussstrich gezogen wurde. Weil die Redaktion eigentlich gerade in den letzten Jahren den Teamgedanken im Kommissariat stärker entwickelt hat und wir stärker integriert wurden. Es soll ‘jünger und diverser’ werden, weil das so der Trend ist.

Annalena Schmidt und Peter Espeloer in einem Interview der Rheinpfalz

Textquelle: ARD // Fotoquelle: ARD/SWR/Christian Koch


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