Grüner wird’s nicht – oder etwa doch!?

Lofindo.de Interview Sucy Pretsch Andreas Reh

+++ Interview mit LOFINDO-Gründer Andreas Reh +++ Ein Gespräch über nachhaltige und klimafreundliche Bio-Produkte und wie wir eine grüne Zukunft schaffen +++

Corona hat unser Einkaufsverhalten verändert und den Trend hin zu nachhaltigen, vegetarischen und veganen Produkten beschleunigt. Doch diese Veränderung in weiten Teilen der Gesellschaft begann schon vor Corona. Eine Gfk-Studie aus dem Jahr 2021 sagt: »Es gibt psychologische Aspekte, die das Kaufverhalten auch in Zukunft beeinflussen werden.« Dazu gehören laut den Marktforschern unter anderem eine neu gewonnene Heimatliebe, körperliche und psychische Gesundheit sowie bewussterer Konsum.

An dieser Stelle kommt Andreas Reh ins Spiel: Er gründete vor drei Jahren LOFINDO, den »grünen Shop-Marktplatz« für eine positive, nachhaltige und grüne Zukunft. Es gibt bisher regionale Produkte aus Deutschland und Österreich.

Mich hat das Thema und der Mensch hinter dem Projekt interessiert – daher habe ich Andreas einige Fragen gestellt.

»Die Menschen kaufen mehr und mehr regional und nachhaltig«

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SUCY: Wie bist Du auf die Idee gekommen, LOFINDO zu gründen?

ANDREAS: Die Idee zu LOFINDO ist durch www.planetbox-duentscheidest.de entstanden. Hier findet man Unternehmen aus allen Bereichen, die nachhaltig tätig sind. Nach sieben Jahren hatten wir die Idee: Wir möchten, dass man die Produkte kennenlernt und wir dachten erst an einen Shop. Dies haben wir aber sehr schnell verworfen – es wurde zum Markplatz! So konnten wir eine Plattform noch in der Beta-Version anbieten. Hier kann man regional kaufen kann oder sogar abholen.

SUCY: Wie sehr hat Dir Corona geschadet bzw. genützt?

ANDREAS: Da wir den Gedanken schon kurz vor Corona hatten, spielt es für uns nicht ganz so eine große Rolle. Das Projekt hat sich zunächst zwar etwas in die Länge gezogen, jedoch konnten wir es mit viel Herzblut dann doch schnell umsetzen. 

Jedoch jetzt ist das Bewusstsein stärker Dank Corona, die Menschen kaufen mehr regional und nachhaltig, was den stationären Handel unterstützt. Das ist sehr positiv und wir merken es auch immer mehr. Von Monat zu Monat steigen die Bestellungen.

SUCY: Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Partner aus?

ANDREAS: Da gibt es einige Punkte und davon sollte mindestens einer erfüllt sein: Nachhaltigkeit, fairer Handel, Handmade, Upcycling oder Recycling, regional. Der Standort sollte Deutschland sein oder EU. Bei Lebensmitteln sollte es bio oder vegan sein. Ganz wichtig ist auch, dass wir mit jedem Unternehmen ein persönliches Gespräch führen, um zu sehen, ob es wirklich zu unseren Marktplatz passen würde. Es ist auch schon vorgekommen, dass wir ein Unternehmen nicht angenommen haben. Für uns es wichtig, dass die Unternehmen erkennen, welche Vorteile Sie durch uns haben und dass man sich gegenseitig unterstützt.

»Wir wollen die Nummer 1 werden im Bereich nachhaltiger Marktplatz«

SUCY: Was sind Deine Ziele für LOFINDO?

ANDREAS: Wir möchten die Anlaufstelle sein für Unternehme, die bei uns ihre Produkte verkaufen, auch wenn sie keinen eigenen Shop haben.

Für den Endkunden soll die Auswahl natürlich gewaltig groß sein. Wir wollen die Nummer 1 werden im Bereich nachhaltiger Marktplatz. In Zukunft soll es noch mehr Bio-Produkte und Veganes geben. Der Endkunde wird auch in unseren Blog in Zukunft verstärkt noch mehr gute Tipps erhalten, und Infos dazu, was es Neues auf dem Markt gibt. Produkte und Unternehmen werden vorgestellt und Gründer interviewt.

SUCY: Ist die Gesellschaft schon bereit für Deine Geschäftsidee?

ANDREAS: Ja, das ist sie. Das konnten wir u.a. daran merken, dass der Umsatz vom letzten Halb-Jahr zu diesem Halb-Jahr um 13 Prozent gestiegen ist. Das sagt alles aus!

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»Ich bin der Meinung, wenn jeder 50 Prozent in einigen Bereichen einspart, kann er der Umwelt was Gutes tun«

SUCY: Was tust Du persönlich für eine „grüne Zukunft“?

ANDREAS: Nun, mein Kaufverhalten ist so geprägt, dass ich gerne regionale Unternehmen unterstütze mit meinen Kauf, gerne vegane Bio-Produkte kaufe und auch viel plastikfreie Artikel – so gut es geht. 

Ich bin der Meinung, wenn jeder 50 Prozent in einigen Bereichen einspart, kann er der Umwelt was Gutes tun. Zum Beispiel kann man einfach weniger Fleisch kaufen.

SUCY: Welche Tipps hast Du als Profi, um im Alltag umweltbewusst zu handeln?

ANDREAS: Mein Tipp ist: Schau genau was Du kaufst und von wem. Kaufe nicht doppelt! Sorge dafür, dass die Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit bei dem Produkt gegeben ist. Schütze Tiere und die Umwelt. Wenn du einen Garten hast, dann mach ihn tiergerecht. Gebe Bekleidung oder andere Sachen an andere Personen weiter – es geht auch tauschen. Das hilft  sehr.

SUCY: Danke für Deine Antworten 🙂

ANDREAS: Danke für Deine Fragen.

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