Terra X-Doku im ZDF: »Gustave Eiffel: Der Mann, der den Eiffelturm erfand«

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Terra X-Doku im ZDF über Gustave Eiffel. Der Eiffelturm, der 1889 anlässlich der Pariser Weltausstellung eröffnet wurde, ist eine strahlende Attraktion und zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten weltweit.

Anlässlich des 100. Todestages von Gustave Eiffel, dem Erbauer des Turms, gewährt die Dokumentation aus der beliebten Reihe “Terra X” im ZDF Einblicke in die Entstehung des Meisterwerks und erzählt unbekannte Geschichten über das Pariser Wahrzeichen.

Am 6. Mai 1889, nach einem zweijährigen Wettlauf gegen die Zeit, haben Gustave Eiffel und sein Team endlich ihr Ziel erreicht. Der Eiffelturm ist rechtzeitig zur Weltausstellung fertig geworden und die Massen lieben den eisernen Giganten. Foto Credit: ZDF

Mit einer Bauzeit von nur zwei Jahren, zwei Monaten und fünf Tagen wurde der Eiffelturm in Rekordzeit errichtet. Der französische Ingenieur Gustave Eiffel übernahm einen Großteil der Kosten und das gesamte Risiko für den über 300 Meter hohen Turm aus Eisen. Heute gilt der Eiffelturm als Ikone der Architektur und ein Geniestreich moderner Ingenieurskunst.

Terra X-Doku im ZDF über Gustave Eiffel

Die Dokumentation »Gustave Eiffel: Der Mann, der den Eiffelturm erfand« beleuchtet die Herausforderungen, mit denen Eiffel während des Baus konfrontiert war, darunter Kritik von Gegnern und der konservativen Öffentlichkeit sowie starke Winde.

Experten erklären, warum der Eiffelturm beinahe 20 Jahre nach seiner Errichtung wieder abgerissen werden sollte und welchen wissenschaftlichen Wert er besitzt.

Zudem wird die Entdeckung bisher unbekannter Konstruktionen von Eiffel am anderen Ende der Welt thematisiert. 3D-Grafiken und Animationen veranschaulichen die revolutionären Techniken und bringen die Emotionen der Bauherren und Beteiligten zum Leben.

Seit mehr als 130 Jahren ist der Eiffelturm mit seinen gut 300 Metern Symbol für Paris. Die Pariser selbst nennen ihren Turm liebevoll “dame de fer”, Dame aus Eisen. Foto Credit: ZDF

Interview mit Architektin Ursula Muscheler

Ursula Muschler ist Architektin und Autorin der Buchs “Die Nutzlosigkeit des Eiffelturms”. Sie plaudert über den Eiffelturm:

Frau Muscheler, wie würden Sie den Erbauer des Eiffelturmes, den Ingenieur Gustave Eiffel, beschreiben? 

Bauten wie der Eiffelturm entstehen nur durch Leute mit Erfindungsreichtum, Ausdauer und großer Risikobereitschaft. Gustave Eiffel war ein Selfmademan, er kam von unten, von keiner wichtigen Universität, was für Frankreich damals schon ungewöhnlich war. Er hat sich emporgearbeitet. Eiffel stammte aus dem Elsass und hatte ursprünglich einen deutschen Namen.

»Bauten wie der Eiffelturm entstehen nur durch Leute mit Erfindungsreichtum, Ausdauer und großer Risikobereitschaft«

Er war eine Kombination aus Ingenieur und Unternehmer. Und das hat ihn groß gemacht. Kein anderer hätte wahrscheinlich das persönliche Risiko auf sich genommen, als Vater von mehreren Kindern fünf Millionen Francs Aktienkapital aufzunehmen und dafür geradezustehen. Wenn das Ganze ein Flop geworden wäre, wenn wirklich etwas passiert wäre, wenn irgendwelche Folgekosten entstanden wären, hätte er die übernehmen müssen.

Wofür steht der Eiffelturm?

Erst einmal ist er ein Wahrzeichen von Paris, vielleicht sogar von ganz Frankreich. Er ist ein Denkmal für den Fortschritt, für Industrie und Technik – und eine Attraktion für Touristen. Der Turm ist aber auch ein Sehnsuchtsort für verliebte Pärchen. Fast jeder auf der Welt kennt und liebt ihn. Der französische Philosoph Roland Barthes schrieb, der Turm sei alles, was der Mensch in ihn hineinlege, offen für alle Zeiten und alle Bedeutungen. Ein leeres Symbol.

Aktuell erhält der Eiffelturm gerade seinen zwanzigsten Mal Anstrich. Die Maler benutzen im Grunde die gleiche Art von Pinsel wie zur Zeit Eiffels. Und die Spezialfarbe für den Eiffelturm ist wie damals besonders dünn, damit sie auch die Ränder der vielen Nieten perfekt vor Rost schützen kann. Foto Credit: ZDF

Wie wurde das Turm-Projekt in seiner Frühphase von der Öffentlichkeit wahrgenommen? 

Die ersten Kritiker waren konkurrierende Ingenieure, die behaupteten, der Turm werde einstürzen, weil die Fundamente und das Eisengerüst nachgeben würden. Ihnen schloss sich ein Anwohner des Champ de Mars an, der Angst hatte, dass der Turm auf sein Haus stürzen würde. Er verklagte den Staat und die Stadt, die dann Eiffel verpflichteten, für mögliche Folgekosten geradezustehen.

»Eine Art Turm zu Babel und eine Schande für Paris«

Am 14. Februar 1887 veröffentlichten dann einige Künstler und Intellektuelle einen Protestbrief in der Tageszeitung “Le Temps”. Darin schrieben sie, der Turm sei unnütz und missgestaltet, eine Art Turm zu Babel und eine Schande für Paris. Zu den 44 Protestierenden gehörten unter anderen der Erbauer der Pariser Oper, Charles Garnier, und die Schriftsteller Guy de Maupassant und Sully Prudhomme.

Terra X-Doku im ZDF: »Gustave Eiffel: Der Mann, der den Eiffelturm erfand«

Textquelle: ZDF / Fotoquelle: ZDF


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