+++ Horror-Giganten James Wan und Blumhouse schmieden an der „Dead by Daylight“-Verfilmung +++ Top-Autoren versprechen einen Kino-Schocker, der sich wie ein endloses Killermatch anfühlt +++
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Wer das erste Mal „Dead by Daylight“ startet, landet nicht einfach in einem Horrorgame – sondern in einer interaktiven Best-of-Compilation aller Albträume, die das Genre je hervorgebracht hat. Ein Spieler schlüpft in die Rolle eines Killers, der Rest versucht verzweifelt, lebend aus einem tödlichen Katz-und-Maus-Spiel zu entkommen. Keine Pause-Taste, kein sicheres Versteck, nur dunkle Maps, flackernde Lichter, pulsierender Herzschlag im Kopfhörer – und das ständige Gefühl, dass gleich eine Machete von hinten ins Bild rauscht.
Das Prinzip ist perfide einfach: Die Überlebenden müssen Generatoren reparieren, um ein Ausgangstor zu öffnen, während der Killer jeden Fehler gnadenlos bestraft. Wird jemand erwischt, landet er am Haken – wortwörtlich. Das Spiel kombiniert klassischen Slasher-Horror mit einem fiesen Taktikfaktor: Wer heilt zuerst wen, wer riskiert die Rettung, wer opfert sich selbst, um die anderen rauszubringen? Dazu gesellt sich eine stetig wachsende Riege an Killern und Survivors, die direkt aus Horrorfilmen, Serien und Legenden stammen. Von ikonischen Masken über Kindheits-Traumata bis hin zu modernen Streaming-Schreckgestalten: „Dead by Daylight“ ist längst ein spielbarer Horror-Baukasten, der Fans weltweit in nächtliche Gänsehaut-Sessions zieht. Kein Wunder also, dass Hollywood auf dieses Franchise schon lange ein Auge geworfen hat.
»Dead by Daylight« wird verfilmt: Kommt jetzt die gnadenloseste Horrorjagd im Kino?
Schon vor fast drei Jahren war die Aufregung groß, als bekannt wurde: Niemand Geringeres als Horror-Schwergewicht James Wan („Insidious“) und sein Studio Atomic Monster wollen sich gemeinsam mit Genre-Gigant Blumhouse der Verfilmung von Dead by Daylight annehmen. Danach wurde es erst einmal verdächtig still um das Projekt – so still, dass viele Fans schon befürchteten, der Killer hätte die Filmpläne heimlich vom Spielfeld genommen.
⭐️ Wie blutig, gnadenlos und kino-reif wird die „Dead by Daylight“-Verfilmung wirklich?
INFO-BOX: „Dead by Daylight“ – Filmprojekt auf einen Blick
- Vorlage: Multiplayer-Horrorspiel „Dead by Daylight“
- Game-Prinzip: 1 Killer jagt mehrere Survivors, die versuchen, aus einer Arena zu entkommen
- Genre: Survival-Horror, Slasher, psychologischer Terror
- Produzenten: James Wan (Atomic Monster) & Blumhouse
- Drehbuch: David Leslie Johnson-McGoldrick („Conjuring 4“) & Alexandre Aja („High Tension“)
- Regie: noch offen, Drehbuch soll gezielt eine starke Regie anlocken
- Ziel: Charaktergetriebener Horror mit hoher Genre-Intensität, „Angst, die man sich verdient“
- Status: Projekt aktiv, Drehbuchphase läuft, weitere Updates angekündigt
- Fan-Potenzial: Riesige Spiel-Community, perfekte Vorlage für eine gnadenlose Kino-Hatz
Jetzt gibt es endlich neues Blut in den Adern der Videospieladaption. Laut „The Hollywood Reporter“ hat das Projekt einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht: David Leslie Johnson-McGoldrick, bekannt aus „Conjuring 4: Das letzte Kapitel“, und Alexandre Aja, der mit „High Tension“ einen der härtesten Genre-Beiträge der 2000er abgeliefert hat, sollen gemeinsam das Drehbuch zur Verfilmung schreiben. Namen, die Horrorherzen höher schlagen lassen – und sofort die Frage aufwerfen, warum Aja bei dieser Kombi nicht gleich selbst auf dem Regiestuhl Platz nimmt.
Die Antwort ist so simpel wie frustrierend: Der Franzose ist aktuell mit der Umsetzung von Under Paris 2 für Netflix beschäftigt – einem Hai-Horror, der schon auf dem Papier nach feuchtem Albtraum klingt. Für „Dead by Daylight“ bedeutet das: Erst einmal Script, dann Regiesuche. Jason Blum gibt sich trotzdem selbstbewusst und deutet an, wie brutal ernst es dem Team mit diesem Film ist.
„Angst, die man sich verdienen muss“ – Jason Blum über die Vision
Produzent Jason Blum schwärmt von seinem neuen Autoren-Duo und verspricht alles andere als eine schnelle Cashgrab-Verfilmung. David Leslie Johnson-McGoldrick und Alexandre Aja würden, so Blum, eine seltene Mischung aus charakterorientierter Erzählweise und unerbittlicher Genre-Intensität liefern. Die beiden arbeiten sich von klassischem Survival-Horror aus in psychologische Abgründe vor und bauen eine Welt, „in der Angst nicht nur erlebt, sondern verdient wird“.
Mit anderen Worten: Es soll nicht nur Jumpscares regnen, sondern Figuren geben, die tatsächlich unter die Haut gehen. Der aktuelle Entwurf sei zudem ganz klar darauf angelegt, eine Regiegröße anzulocken, die das Ganze in Sachen Wucht und Dimension noch weiter aufdrehen kann. Übersetzt in Boulevard-Sprache: Hier wird gerade ein Horrorbrett vorbereitet, das nicht in der Streaming-Versenkung verschwinden, sondern auf der großen Leinwand knallen soll.
»Dead by Daylight« wird verfilmt: Kommt jetzt die gnadenloseste Horrorjagd im Kino?
Die Drehbuchphase ist im vollen Gange. James Wan und Blumhouse stehen als Horror-Masterminds im Hintergrund bereit, Atomic Monster ist mit an Bord und die Marke „Dead by Daylight“ bringt eine riesige Fanbase mit. Noch nicht feststeht dagegen, wer am Ende die Regie übernimmt. Und wie viele der ikonischen Killer und Survivors es aus dem Game tatsächlich in den Film schaffen werden.
Wird der Fokus auf einem zentralen Killer liegen? Bekommen wir mehrere Jäger im Anthologie-Stil zu sehen? Orientiert sich der Film streng an der Spielmechanik? Oder erzählt er eine größere Story im Universum, in dem das sadistische Wesen „Der Entitus“ die Fäden zieht? All das bleibt noch im Nebel verborgen – ganz wie im Spiel, wenn der Killer durch den Rauch bricht. Klar ist nur: Das Projekt ist alles andere als tot, im Gegenteil. Mit dieser Autorendoppelspitze dürfte die Adaption eher an Fahrt aufnehmen.
Vom Multiplayer-Albtraum zum Kino-Schocker
Das Spannende an „Dead by Daylight“ als Filmvorlage ist eine Sache. Anders als klassische Story-Games lebt das Spiel nicht von einer linearen Handlung. Es lebt vom Gefühl, gejagt zu werden. Genau das macht die Aufgabe für die Drehbuchautoren so heikel – und so reizvoll. Die Atmosphäre aus nächtlichen Maps, kaputten Kellern, rostigen Haken und verzweifelten Fluchtversuchen muss auf 90 bis 120 Minuten komprimiert werden, ohne ihre nervenzerrende Wirkung zu verlieren.
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Wenn das Duo Johnson-McGoldrick/Aja es schafft, die rohe Panik aus dem Game mit einer starken Figurenzeichnung zu verbinden, könnte hier der seltene Fall einer Videospielverfilmung entstehen, die nicht nur Gamerinnen und Gamer, sondern auch Hardcore-Horror-Fans ins Kino lockt. Bis wir wissen, wer sich am Ende offiziell auf den Regiestuhl wagt, heißt es weiter: Warten, spekulieren – und bei jeder neuen Meldung genau hinhören, ob da nicht schon der Herzschlag-Sound von „Dead by Daylight“ im Hintergrund mitklopft.
Textquelle: Scary-movies.de // Bildquelle: Shutterstock
Zusammenfassung
Die „Dead by Daylight“-Verfilmung lebt – und wird prominenter, als viele dachten. James Wan und Blumhouse entwickeln den Film zum Kult-Horrorgame, als Vorlage dient ein frischer Drehbuchentwurf von David Leslie Johnson-McGoldrick („Conjuring 4“) und Genre-Berserker Alexandre Aja („High Tension“). Aja schreibt mit, führt aber wegen „Under Paris 2“ nicht selbst Regie. Ziel ist ein Survival-Horror, der das Jagdgefühl des Games einfängt, starke Figuren bietet und Angst erzeugt, „die man sich verdient“. Wer am Ende Regie führt und welche Killer es auf die Leinwand schaffen, ist noch offen – klar ist nur: Das Projekt ist alles andere als tot und könnte zur gnadenlosen Kinojagd für Horror- und Game-Fans werden.