+++ Horrorboom 2025: Die härtesten Gänsehautfilme des Jahres +++ Warum Horror nie stirbt: Filme, die das Genre neu beleben +++
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Horrorfilme bieten ein Ventil für Ängste, die sonst gern verdrängt werden. In sicherer Distanz werden Urängste durchlebt, während im Kinosessel oder auf dem Sofa die Kontrolle behalten wird. Dunkle Fantasien dürfen ausgelebt werden, ohne reale Folgen zu riskieren. Gänsehautmomente, Schockmomente und diese ganz besondere Mischung aus Spannung und Grusel machen das Genre so anziehend. Dabei funktioniert Horror überall, doch einige Regionen treiben die Liebe zum Grusel besonders weit.
Welches Land fährt weltweit am meisten auf Horror ab?
In Indonesien hat sich Horror in den letzten Jahren zu einem dominierenden Filmgenre entwickelt. Ein enormer Anteil der lokalen Produktionen setzt konsequent auf Geister, Flüche und übernatürliche Bedrohungen. Das Publikum strömt in Scharen in die Kinos, wenn es um Dämonen, verfluchte Häuser und dunkle Folklore geht. Dieser Trend zeigt, wie stark Horror weltweit boomt. Vor diesem Hintergrund wirkt das Jahr 2025 wie ein besonders seltsamer, aber faszinierender Meilenstein für das Genre.
Warum war 2025 ein seltsam starkes Horrorjahr?
Die 10 besten Horrorfilme 2025, von „Frankenstein“ bis „Sinners“, wirken innovativ, furchteinflößend und erstaunlich menschlich. Als „schlecht“ lässt sich dieses Jahr nicht bezeichnen, als „seltsam“ aber auf jeden Fall, so berichtet es Rolling Stone.
A24 und Neon setzten weiter auf markante Autorinnen und Autoren des Genres. Osgood Perkins oder die Brüder Danny und Michael Philippou wurden unterstützt, wenn auch mit gemischten Ergebnissen. Dadurch entstand jedoch ein ständiges Gefühl von Risiko und Experiment. Gesucht wurde nach den seltsamsten, unheimlichsten und ausgefallensten Produktionen, die das Genre hergab. Für Fans von Stephen King, genauer gesagt seinem Pseudonym Richard Bachman, war 2025 ein Fest. Vorausgesetzt, seine dystopischen Visionen wurden den klassischen Spukgeschichten vorgezogen.
Die HBO-Serie „Welcome to Derry“ spaltete die Meinungen. Fortsetzungen und Spin-offs kamen und gingen, manche solide, andere kaum zu ertragen. Zu Beginn des Jahres hätte kaum jemand darauf gewettet, dass Warner das Feld dominieren würde. Doch ein Blick auf die stärksten Titel des Jahres beweist genau das.
Welche Überraschungen prägten die besten Horrorfilme 2025?
Beim Rückblick auf das Horrorjahr 2025 überwiegen die Überraschungen deutlich gegenüber den Enttäuschungen. Viele Projekte wirkten zunächst wie kleine Nebenfilme, entwickelten sich aber zu echten Meilensteinen des Genres.
Einige Titel in den Top 10 stammen von außergewöhnlichen Filmemacherinnen und Filmemachern. Diese nutzten das Genre für zutiefst persönliche Geschichten, aber auch für große, gesellschaftliche Aussagen. Besonders bei Filmen wie „Sinners“, „Frankenstein“ und „The Shrouds“ gelang eine seltene Balance. Intime Emotion und weite, thematische Spannbreite gingen Hand in Hand.
Die besten Horrorfilme des Jahres 2025
Geboten wurde alles: Ryan Cooglers ambitionierte Geschichtsstunde mit Reißzähnen. Guillermo del Toros eigenwillige Interpretation eines gotischen Klassikers. Eine schockierend gute Ergänzung einer altbewährten Franchise. Und ein ungewöhnlicher Gruselfilm direkt aus Japan, der sich tief ins Gedächtnis brennt.
Wie verwandelt ein japanischer Landhaus-Horror Alltagsidylle in einen Albtraum?
„Best Wishes To All“: In einem malerischen Haus auf dem Land soll Ruhe einkehren. Eine Krankenpflegeschülerin aus Tokio besucht ihre Großeltern, die Umgebung wirkt friedlich. Doch langsam entstehen Risse im Idyll. Die Großeltern verhalten sich immer wieder seltsam. Mal sind sie übertrieben fröhlich, dann plötzlich wie abwesend. Die Großmutter stellt unaufhörlich dieselbe Frage: Ob ihre Lieblingstochter „glücklich“ sei. Diese scheinbar harmlose Wiederholung wird zu einem unheilvollen Echo.
Nachts hallen seltsame Geräusche durch das Haus. Die junge Frau fühlt sich nicht mehr sicher. Und das schon, bevor sie die Kreatur sieht, die sich in ihr Gedächtnis brennen wird. Ein dicker Mann mittleren Alters kriecht an der Küchentür vorbei. Er trägt schmuddelige, weiße Unterhosen. Augen und Mund wurden ihm brutal zugenäht. Das Bild wirkt grotesk, verzweifelt und zutiefst verstörend.
Der Debütfilm von Yûta Shimotsu wurde zunächst auf Festivals gezeigt. Erst später fand er regulär seinen Weg zum Publikum. Es kann laut Rolling Stone ohne Übertreibung behauptet werden, dass hier einer der besten japanischen Horrorfilme seit Jahrzehnten entstanden ist. Furukawas Spiel als junge Frau trifft jede Nuance zwischen Sorge, Misstrauen und nackter Angst. Die Geschichte enthüllt ihre Geheimnisse nur indirekt. Surreale, an David Lynch erinnernde Zwischenspiele werden eingesetzt, ohne den Kern zu verwässern.
Wie wird eine Rom-Com zum „Black Mirror“-Albtraum?
„Companion”: Alles beginnt wie eine klassische Romanze. Ein Junge trifft ein Mädchen. Er heißt Josh, sie heißt Iris. Zwei einsame Seelen begegnen sich und scheinen füreinander bestimmt zu sein. Sie lernen sich auf charmante, beinahe kitschige Weise kennen. Einige Monate später ist aus dem Flirt eine feste Beziehung geworden. Iris soll nun an einem Wochenende seine alten College-Freunde kennenlernen.
Doch die Clique begegnet ihr mit subtiler Ablehnung. Ein unausgesprochener Widerstand liegt in der Luft. Noch bevor der erste Akt endet, kann geahnt werden, dass hier etwas gewaltig schiefläuft. Was jedoch nicht vorhergesehen wird, ist die Richtung, in die der Film schließlich abbiegt. Drehbuchautor und Regisseur Drew Hancock zieht eine radikale Linkskurve. Plötzlich wirkt alles wie eine Episode von „Black Mirror“.
Wer den Twist kennt, vergisst ihn nicht so schnell. Wer ihn nicht kennt, sollte diesen Film möglichst unvorbereitet schauen. Es wird eine Rom-Com präsentiert, die durch einen Albtraum gefiltert wird. Sophie Thatcher trägt den Film mit jeder Reaktion und jeder rachsüchtigen Wendung. Jede neue Enthüllung steigert die Gänsehaut.
Die besten Horrorfilme des Jahres 2025
Wie feiert ein alter Franchise-Slasher sein blutiges Comeback?
„Final Destination: Bloodlines”: Mit diesem Comeback wurde kaum gerechnet. Eine langlebige Reihe aus den 2000ern, in der Menschen dem Tod entkommen, kehrt zurück. Der Sensenmann nimmt das nicht hin und entwickelt ausgeklügelte Methoden, um die ihm zustehenden Seelen zurückzubekommen. Nach 14 Jahren Pause wird ein neuer Teil veröffentlicht. Überraschenderweise wird der beste Film seit dem Original geliefert.
Der Einstieg spielt in einem Drehrestaurant. Eine lange, nervenaufreibende Sequenz sorgt dafür, dass dieses Setting danach gemieden werden möchte. Es wird ein Gefühl konstant lauernder Gefahr erzeugt. Im Zentrum steht eine Studentin, die von Albträumen geplagt wird. Diese kreisen um eine historische Katastrophe, die sie nicht loslässt. Sie entdeckt, dass ihre Großmutter die Katastrophe überlebt hat. Dieses Überleben erweist sich als zweischneidiges Schwert. Die Familie gerät dadurch ins Visier des Todes. Auch die Enkelin steht nun auf seiner unsichtbaren Liste.
Was folgt, ist eine Kette absurder, kreativer Splattersequenzen. Ein tödliches Setpiece jagt das nächste. Für Fans metaphysischer Slasherfilme der alten Schule wird hier ein Fest geboten.
Warum wird Del Toros „Frankenstein“ zum emotionalen Horror-Herzstück?
„Frankenstein“: Guillermo del Toro hat während der Dreharbeiten betont, dass seine „Frankenstein“-Adaption nicht als klassischer Horrorfilm verstanden werden sollte. Sein Ziel war eine zutiefst emotionale Geschichte, die über reine Schreckmomente hinausgeht. Das Endergebnis fügt sich dennoch perfekt ins Horrorgenre ein. Es wird genau das geliefert, was von Del Toro erwartet wird: Eine edle, aber zugleich pulpige Mischung aus Schönheit und Perversion.
Der Film bleibt Mary Shelleys Roman treu, erweitert ihn aber zugleich. Es werden zahlreiche gotische Einflüsse und andere Genreklassiker zitiert. Doch im Zentrum steht eine leidenschaftlich persönliche Erzählung. Es geht um das Leben als Außenseiter. Um den Versuch, den Kreislauf zerstörerischer Elternschaft zu durchbrechen. All das geschieht ohne Verzicht auf Klang, Wut und emotionale Wucht.
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Oscar Isaac gestaltet Victor Frankenstein als faszinierende Figur. Ein Dandy des 18. Jahrhunderts, gewürzt mit der Aura eines Rockstars der Swinging Sixties. Es wirkt, als wären Lord Byron und Brian Jones zu einer Person verschmolzen. Jacob Elordi, vielen vor allem aus „Euphoria“ bekannt, überrascht als Kreatur. Er spielt das Monster als unschuldiges Wesen, das zugleich Engel der Rache ist. Mitleid und Furcht werden zugleich ausgelöst, während sich die Tragödie entfaltet.
Wie lautet das Fazit zum Horrorjahr 2025?
2025 erweist sich als seltsames, aber elektrisierendes Jahr für Horrorfans. Zwischen experimentellen Autorenfilmen, überraschend starken Franchise-Rückkehrern und radikal persönlichen Gruselgeschichten zeigt das Genre seine ganze Bandbreite. Wer Horror liebt, findet hier ein Jahr voller Gänsehaut, Spannung und intensiver Lesermeinungen im übertragenen Sinne. Es wirkt wie ein gigantischer Buchclub der Angst auf der Leinwand – mit Gänsehautgarantie.
Was Du schon immer wissen wolltest über Horror
- Welches Land produziert bzw. zeigt den stärksten Fokus auf Horrorfilme?
In Indonesien liegt der Anteil von Horrorfilmen an den heimischen Produktionen besonders hoch. 2024 waren etwa 60 Prozent der 258 in Indonesien produzierten Filme dem Horrorgenre zuzurechnen. - Welche Firmen/Studios prägten das Horrorjahr 2025 besonders stark?
Im Jahr 2025 waren vor allem A24, Neon, Shudder und Warner für auffällige Horrorveröffentlichungen verantwortlich. A24 und Neon unterstützten mehrere Autorenfilme im Horrorgenre, Shudder veröffentlichte internationale Genreproduktionen, und Warner stellte einige der erfolgreichsten Studio-Horrorfilme des Jahres. - Und welche bekannten Kreativen waren 2025 im Horrorgenre aktiv?
Zu den relevanten Namen im Horrorkino 2025 zählen unter anderem Guillermo del Toro, Ryan Coogler, Osgood Perkins, Drew Hancock, die Brüder Danny und Michael Philippou sowie Yûta Shimotsu. Diese Regisseure verantworteten verschiedene Horrorfilme, die international Beachtung fanden.
Sucy Pretsch veröffentlicht »Die letzte Show«

Sucy Pretsch feiert mit ihrem Debütroman „Die letzte Show“ einen eindrucksvollen Einstieg ins Horror-Genre. Die Geschichte entführt uns in eine dystopische Zukunft, in der die Schweiz zur isolierten Zombie-Zone geworden ist. Im Mittelpunkt steht Randy Rivers, ein gescheiterter Late-Night-Moderator, der alles aufs Spiel setzt und einen Zombie in seine Show einlädt – ein riskanter Schachzug, der ihn in die gefährlich verseuchten Straßen Zürichs führt.
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Textquellen: Rolling Stone, Wikipedia // Bildquellen: Netflix, Adobe Stock
Zusammenfassung
2025 wird als seltsames, aber starkes Horrorjahr beschrieben, geprägt von innovativen Filmen zwischen Autorenkino und Franchise-Comeback. Studios wie A24, Neon, Shudder und Warner sowie Regisseure wie Guillermo del Toro, Ryan Coogler und Yûta Shimotsu sorgen für vielfältigen Grusel – von emotionalem „Frankenstein“ über eine Rom-Com im „Black Mirror“-Stil bis zum Spukhaus aus Hundeperspektive. Parallel zeigt der Text den globalen Horrorboom mit Indonesien als auffälligem Hotspot für Horrorproduktionen.