+++ Dreiteilige Dokuserie von Peter Dörfler +++ True Crime, Coming of Age und Zeitgeschichte +++
Die Dokuserie über ihr Leben erzählt nicht nur Biografie. Sie beleuchtet auch den gesellschaftlichen Umgang mit Prostitution und stellt die Frage, ob das älteste Gewerbe der Welt mit einem modernen Menschenbild vereinbar ist. Spielszenen und Archivmaterial machen die Geschichte von Manuela und ihren Weggefährtinnen auf der Reeperbahn greifbar.
Dreiteilige Dokuserie: »Herbertstraße – Geschichte einer Domina«

Teil 1 Rebellion
Manuela verbringt ihre ersten Jahre bei Pflegeeltern in Bremen. Als sie ins Heim kommt, bricht für sie eine Welt zusammen. Warum sie aus der Familie gerissen wird, weiß sie bis heute nicht. Die Akten sind verschwunden. Ihr Schmerz verwandelt sich in Wut. Sie reagiert mit Aggressionen, die niemand als Hilfeschrei versteht. Statt Verständnis gibt es Strenge und Strafen. Auch bei Gleichaltrigen stößt sie auf Ablehnung. Um dazuzugehören, nimmt sie Schmerzen in Kauf. Sie lässt sich fesseln, beschießen, Hauptsache, sie darf mitspielen.
Als Teenager glaubt sie, in einem Betreuer die große Liebe gefunden zu haben. Er verführt sie, verliert schnell das Interesse. Später erkennt sie: Es war Missbrauch. Sie büxt immer öfter aus, entdeckt den Straßenstrich in Bremen. Minderjährige gehen dort anschaffen, niemand fragt nach ihrem Alter. Ihr erster Freier bedeutet für sie Cola und eine neue Hose. Angst vor Entdeckung begleitet sie ständig. Dann erfährt sie von ihrem Vormund, dass ihre Mutter Prostituierte auf St. Pauli war. Die Suche nach ihr wird für Manuela ein Lebensmotiv.
Teil 2 Rotlichtmilieu
„Jede Prostituierte in der Herbertstraße hat ihre Geschichte“, sagt Manuela heute. Ihre eigene ist von Suche geprägt. Immer wieder trampt sie nach Hamburg, durchstreift den Kiez, fragt nach ihrer Mutter. Vergeblich. Erst nach langen Telefonaten mit dutzenden „Freitags“ findet sie ihren Großvater – und ein Foto. Die Mutter lebt nicht mehr.

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Dreiteilige Dokuserie: »Herbertstraße – Geschichte einer Domina«
Ende der 70er glaubt sie sich bei einem Zuhälter sicher. Ein Irrtum. Er sperrt sie ein, schlägt, vergewaltigt. Erst mit 18 kauft sie sich frei. Für 10.000 Mark. Sie arbeitet für sich, träumt von einem normalen Leben. Sie probiert Putzjobs, scheitert. Doch der Weg nach Hamburg ist ihr Ziel. Auf St. Pauli regieren schöne, gefährliche Männer. Wer in ihre Falle tappt, kommt selten frei. Manuela schafft es, ihre Unabhängigkeit zu erkämpfen.
Teil 3 Reifeprüfung
Doch die Zeiten ändern sich. Aids verbreitet Angst, das Geschäft bricht ein. Zuhälter suchen neue Einnahmen, Drogen überschwemmen den Kiez. Gewalt eskaliert. Schießereien und Tote gehören nun dazu. Auch Manuela greift zum Kokain, doch ihre Lage verbessert sich. Sie bekommt ein eigenes Schaufenster in der Herbertstraße. Für sie ein Sechser im Lotto. Sie arbeitet als Domina, freiwillig, wie sie betont.
Doch wie freiwillig ist Prostitution? Aktivistin Huschke Mau kritisiert, Freier würden in Deutschland zu sehr geschützt. In Schweden gilt das „nordische Modell“: Freier, Zuhälter und Betreiber werden bestraft, Prostituierte nicht. Deutschland hat seit 2017 das Prostituiertenschutzgesetz, doch für Mau bleibt es ein Problem.
Manuela findet in den 90ern einen Partner, wird Mutter. Die Beziehung scheitert, sie zieht den Sohn allein groß. „Meine Kindheit war ein Kampf“, sagt sie heute. Hätte sie Vertrauen gehabt, wäre ihr Leben anders verlaufen. Doch sie ist stolz auf das, was sie geschafft hat. Und darauf, dass sie ihren Sohn durchs Leben begleitet.
Dreiteilige Dokuserie: »Herbertstraße – Geschichte einer Domina«
Veranstaltungen am 30.9.2025 und 4.11.2025
Premiere beim Filmfest Hamburg 2025
Wann: 30. September 2025, 15.45 Uhr
Wo: CinemaxX 3, Dammtordamm 1, 20354 Hamburg
„Herbertstraße – Geschichte einer Domina“ feiert seine Premiere beim Filmfest Hamburg 2025 in der Sektion TELEVISIONEN im Wettbewerb um die beste Serie.
Kinovorführung mit Gespräch in Hamburg
Wann: 4. November 2025, voraussichtlich 19.00 Uhr
Wo: Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
Moderation: Sarah Tacke, ZDF
Gesprächsgäste: Manuela Freitag, Regisseur Peter Dörfler, Produzentin Nanni Erben und andere
Ab Montag, 3. November 2025, im ZDF streamen, zwei Jahre lang
ZDF: Sonntag, 9. November 2025, ab 0.30 Uhr
Herbertstraße. Geschichte einer Domina
Dreiteilige Dokuserie von Peter Dörfler
0.30 Uhr: „Rebellion“ (1/3)
1.15 Uhr: „Rotlichtmilieu“ (2/3)
2.00 Uhr: „Reifeprüfung“ (3/3)
Textquelle: ZDF // Bildquellen: ZDF / Mathias Schöningh / Peter Dörfler
Sucy Pretsch veröffentlicht »Die letzte Show«

Sucy Pretsch gelingt mit ihrem Debütroman „Die letzte Show“ ein kraftvoller Start ins Horror-Genre. Der Roman spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Schweiz zur abgeschotteten Zombie-Zone geworden ist.
Im Zentrum steht Randy Rivers, ein gescheiterter Late-Night-Moderator. Auf der Suche nach Aufmerksamkeit wagt er das Undenkbare: Er lädt einen Zombie in seine Show ein. Dieser riskante Auftritt zieht ihn direkt in die verseuchten Straßen von Zürich – und mitten hinein in ein tödliches Spiel.
Der Roman besticht durch Spannung, überraschende Wendungen und intensive Fragen nach Menschlichkeit. „Die letzte Show“ verbindet nervenaufreibende Action mit berührenden Momenten. Ein Horrortrip, der tief unter die Haut geht – und den Fans des Genres nicht verpassen sollten.
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